Den Statistikern trotzen und dagegen klotzen
Für Suhler SPD ist gemeinsames Handeln Aller im Interesse der Stadt entscheidend
Dass Suhl lt. Landesamt für Statistik 2030 auf 23.000 Einwohnern sinken soll, hat bei uns als SPD sofort wieder den Kampfinstinkt initiiert, das kann, darf und soll nicht sein. Denn bereits vor gut einem Jahr, als das Integrierte Stadtentwicklungskonzept diskutiert und verabschiedet wurde, gab es zu den prognostizierten 25.000 – 30.000 Einwohnern von unserer Seite Kritik dahingehend, sich damit nicht abzufinden, sondern mit Maßnahmen dagegen zu halten. Mit Maßnahmen, die in erster Linie Arbeit, Wohnen, Gesundheits-betreuung, Bildung, Kultur, Sport usw. betreffen. Für die Schaffung von Arbeitsplätzen war für uns immer die Erschließung weiterer Gewerbegebiete wichtig, deshalb unterstützen wir die Erschließung des Sehmars, aber auch das Kirchenwäldchen in Suhl-Nord bis Goldlauter wurde seit Jahren von uns vorgeschlagen. Wichtig für uns ist auch, dass die Stadt mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln den Abbau bzw. Abzug von Arbeitsplätzen in Firmen, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen verhindert. Bei der Umsetzung des Stadtentwicklungskonzeptes ist das Wichtigste, dass nicht nur abgerissen wird, sondern den vom Abriss betroffenen Menschen rechtzeitig entsprechender alternativer bezahlbarer Wohnraum angeboten wird. Sie dürfen nicht in ihrer persönlichen Zukunft verunsichert werden und weggehen. Wir brauchen auch neue kreative Wohnbebauungen, die jüngere und ältere Leute ansprechen und wir benötigen auch einen Teil gehobenen Wohnstandard, für jene, die es sich leisten können und einen Zuzug nach Suhl davon abhängig machen. Hier sind auch die Wohnungsgesellschaften gefragt. Wir als SPD sehen auch in der Schul-, Kindergarten-, Jugend- und Kulturlandschaft ein nicht zu unterschätzendes Potenzial in unserer Stadt, das wir als Maßstab für eine lebenswerte Stadt immer unterstützt haben und welches erhalten werden muss. Sicherlich kann und muss auch hier an bestimmten Stellen gespart werden, aber immer wieder den Bürgern das Sparen wie ein Damoklesschwert bei jeder passenden oder auch unpassenden Gelegenheit zu verkünden, erzeugt negative und deprimierende Reaktionen. Wir brauchen eine optimistische Grundstimmung in unserer Stadt, denn damit können selbst erforderliche Einschnitte den Bürgern besser vermittelt werden. Vor allem sind die Bürger mehr und intensiver als bisher in die Vorgänge einzubeziehen, damit die zu treffenden Entscheidungen für sie auch nachvollziehbar sind und sie sich mit ihrer Stadt identifizieren . Von unserer Verwaltungsspitze im Rathaus sind künftig bestimmte Verhältnismäßigkeiten bei kostenmäßigen Entscheidungen zu beachten. An dieser Stelle möchten wir z.B. auf die Situation der Schwimmbäder in diesem Sommer hinweisen. Es kann nicht sein, dass wegen eines vergleichsweise geringen Betrages ehrenamtliches Engagement negiert wird und viele Bürger, in diesem Falle sogar Kinder, von den Auswirkungen betroffen sind. Und was noch wirkungsvoller im negativen Sinne ist, wenn diese Dinge über Presse und Funk in die Region verstreut werden und unsere Stadt als Armenhaus hingestellt wird, denn dem ist nicht so und so soll es auch nicht werden. Wir sehen hier die Verwaltung, aber auch alle Parteien und Vereinigungen, Wohnungs-gesellschaften, Unternehmen, Vereine und Verbände in der Verantwortung, Suhl mit seinen positiven Seiten und selbstbewusster nach Außen darzustellen. Die Stadt Suhl muss ihren eigenen Beitrag zur Konsolidierung leisten, aber es ist auch die dringende Unterstützung von Land und Bund notwendig, da diese sich in vielen Dingen zurückgenommen und den Kommunen immer mehr aufgebürdet haben. Suhl ist eine schöne und lebenswerte Stadt, machen wir das unseren Bürgern immer wieder mit Überzeugung und Taten klar, beziehen wir sie ein, transportieren wir dieses Image auch immer wieder nach außen. Strafen wir die von den Statistikern prognostizierten Zahlen Lügen.
Karin Müller Judith Csutorka
Fraktionsvorsitzende Kreisvorsitzende










