In der Debatte um den Standort für das Bauhausmuseum schlägt die Weimarer SPD eine offene Konferenz vor, auf der die verbliebenen Standorte mit der Stadtverwaltung und den Weimarern diskutiert werden sollen.
"Bereits bei der Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplans hat sich das Modell einer solchen offenen Konferenz bewährt und ein Ergebnis gebracht, das hohe Akzeptanz fand. Auch eine so wichtige Entscheidung wie ein Museumsneubau sollte nicht nur innerhalb der Verwaltung debattiert werden", so SPD Kreisvize Sven Steinbrück.
Für die Weimarer SPD ist dabei auch das nun vom Kulturstaatssekretär, Prof. Deufel, für die Landesregierung übermittelte Gesprächsangebot zu einem endgültigen Standort ein wichtiger Grund, nun in einen abschließenden öffentlichen Diskurs zu kommen. „Wenn das Land schon Gesprächsbereitschaft signalisiert, sollte nun nicht schon wieder vorab Vorfestlegungen in Richtung Erfurt gesendet werden. Das Thema Bauhausmuseum ist zu wichtig, um sich damit parteipolitisch in der Stadt zu profilieren“, kommentiert Sven Steinbrück die jüngsten Äußerungen von CDU und Grünen.
Wie nötig eine solche Bürgerbeteiligung ist, lässt sich bereits aus der Standortuntersuchung der Klassikstiftung ablesen. Die Planer geben darin offen zu, die Akzeptanz der möglichen Standorte in der Bevölkerung bzw. bei den potentiellen Besuchern nicht einwandfrei abschätzen zu können.
Dennoch mahnt die Weimarer SPD zu einer schnellen einvernehmlichen Lösung zu kommen. "Unser Vorschlag soll die Entscheidung nicht noch weiter verzögern. Es ist bereits genug Zeit verspielt worden. Wir gehen aber davon aus, dass eine Bürgerbeteiligung ohne große Zeitverzögerung machbar ist und für die Entscheidung ein Meinungsbild liefert", so Steinbrück weiter.
Die aktuellen Vorschläge der anderen Stadtratsfraktionen zur Umgestaltung des Minolgeländes und dessen Umfeldes in den letzten Tagen bewertet die SPD kritisch. "Hier wird der Eindruck vermittelt, die Entscheidung sei schon gefallen.", mein Steinbrück. Aus Sicht der SPD droht die Gefahr, dass Weimar sich über Parkplätze, Bäume und Fußgängerzonen streitet, ohne das der Standort von Bund und Land bestätigt ist. "So reizvoll, wie die Vorschläge auch sein mögen, sollte vermieden werden, dass Detaildiskussionen mit all ihren üblichen Verwerfungen am Ende zur Absage an den Minolstandort durch Land oder Bund führen. Wir haben nach der Standortentscheidung genügend Zeit, um Gestaltungskonzepte am Theater- oder Minolplatz zu diskutieren. Jetzt nicht."