SPD zum Internationalen Tag gegen Rassismus und zum Equal Pay Day

Veröffentlicht am 18.03.2014 in Ankündigungen

Am 21. März fallen der Internationale Tag gegen Rassismus und der so genannte Equal Pay Day zusammen. Der Equal Pay Day fordert gleiches Geld für Frauen und Männer bei gleicher Arbeit. Frauen verdienen in Deutschland im Durchschnitt 22 Prozent weniger als Männer. In Thüringen sind es im Schnitt 5 Prozent weniger. Die SPD erinnert daran, dass beide Tage für eine gerechtere Gesellschaft werben sollen, in der keine Bevölkerungsgruppe benachteiligt wird. Dies gelte auch für Gera: „Wir wollen in einer Stadt leben, in der Menschen keine Diskriminierung oder Benachteiligung erleben müssen. Wir wollen keine Vorurteile. Frauen sollen das gleiche verdienen wie Männer und Flüchtlinge sollen die gleiche Chance auf ein friedliches Leben in unserer Stadt haben wie alle anderen auch“, sagen Monika Hofmann und Tanja Thoß. 

Die SPD setze sich daher auch dafür ein, dass Flüchtlinge in Gera an verschiedenen Stellen, also dezentral, untergebracht werden. „Es ist einfacher eine Flüchtlingsfamilie in Wohnungen in die Nachbarschaft zu integrieren, als mehrere hundert Menschen, die in ärmlichen Verhältnissen geballt in einer Gemeinschaftsunterkunft leben“, so Thoß.

 

„Um die Lohn-Benachteiligung von Frauen aufzubrechen, setzen wir uns für die Tarifbindung und Mitbestimmung ein“, so Hofmann. In den traditionell von Frauen dominierten Berufen wie beispielsweise in der Sozialwirtschaft sind die Löhne besonders niedrig. Gerade in der Altenpflege, Behinderbetreuung und bei sozialen Diensten zeichnen sich viele Stellen durch niedrige Löhne und eine hohe körperliche und psychische Belastung aus. Ein Grund dafür ist die niedrige Tarifbindung. Fast die Hälfte aller Beschäftigten im Sozial- und Gesundheitswesen können sich auf keinen Tarifvertrag berufen. Nur etwa ein Fünftel kann von Regelungen profitieren, die sich an Tarifverträge des öffentlichen Dienstes anlehnen. Laut Thüringer Sozialwirtschaftsbericht entlohnen von den befragten Trägern knapp 40 Prozent der freien und knapp 80 Prozent der privaten Träger nach individuellen Vereinbarungen.

 

Die SPD verweist auf das Projekt „Frauenlohnspiegel“ der Hans-Böckler-Stiftung, das mehr Transparenz in der Entlohnung auf dem deutschen Arbeitsmarkt zum Ziel hat. Der Online-Fragebogen bietet Frauen die Möglichkeit, zu überprüfen, ob ihr Entgelt fair ist: www.frauenlohnspiegel.de


 

 
 

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