SPD setzt sich bei Mehdorn für ICE-Halt in Jena ein

Veröffentlicht am 09.03.2009 in Umwelt & Energie

Auf Initiative des Bundestagsabgeordneten Volker Blumentritt erörterten Dr. Albrecht Schröter (OB Jena), Dr. Norbert Vornehm (OB Gera) sowie Thomas Dirkes (Werksleiter KIJ Jena) gemeinsam mit Bahnchef Hartmut Mehdorn die künftige Ausgestaltung des Bahnverkehrs im Raum Jena-Gera.

Für 2016/17 ist die Fertigstellung der Strecken Halle/Leipzig–Erfurt und Erfurt-Nürnberg vorgesehen.

Blumentritt machte gegenüber Mehdorn auf die Notwendigkeit einer regelmäßigen Verkehrsanbindung Jenas an das gesamtdeutsche Schienennetz sowie zu den wichtigsten Knotenpunkten deutlich. "Wir dürfen den Fernverkehr für die Ostthüringen nicht aus den Augen verlieren", so Blumentritt. "Schließlich sind sehr viele Menschen von einer gut funktionierenden Infrastruktur abhängig."

Oberbürgermeister Schröter machte deutlich, dass Jena als Technologie- und Innovationszentrum nicht auf die ICE-Anbindung verzichten kann. Auch die Elektrifizierung der Mitte-Deutschland-Verbindung sei dringend notwendig.

Eine eindeutige Zu- oder Absage Mehdorns über die zukünftige Beibehaltung des ICE-Halts in Jena konnte im Vorfeld nicht erwartet werden. Dennoch zeigte sich Blumentritt sehr zufrieden. "Es ist uns gelungen, Herrn Mehdorn von der Notwendigkeit der zukünftigen Anbindung unserer Region zu überzeugen. Gerade Jena kommt als Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort eine wichtige Leuchtturmfunktion zu."

Diskutiert wurde auch die Frage, was das Land tun könne, um die Attraktivität des Verkehrsmittels Bahn zu verbessern. In diesem Zusammenhang verständigte man sich auf die Planung und Umsetzung einer strategischen Konferenz zum Thema. In Zusammenarbeit mit der thüringischen Landesregierung und Kommunalpolitikern soll in der Konferenz gemeinsam eine Prioritätenliste für die Region erarbeitet werden. Diese wird in einem nächsten Schritt mit der Agenda der DB AG abgestimmt. Dieses kooperative Vorgehen wird bereits erfolgreich in den Bundesländern Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg praktiziert.

Auch der Erwerb von der DB AG als "entbehrlich festgestellten" konzerneigenen Flächen ist diskutiert worden. Die Stadt Jena erwartet nun seitens der DB AG ein akzeptables Angebot zu Vorkaufsrechten, dass es den Kommunen ermöglicht, die brach liegenden Flächen rentabel zu bewirtschaften und einer bedarfsgerechten öffentlichen Nutzung zuzuführen.

Blumentritt ist sich sicher, dass der heutige Termin ein positiver Auftakt zu weiteren ergebnisorientierten Gesprächen sein wird. "Mehdorn hat heute bewiesen, dass man mit ihm reden kann."

 
 

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