Zur Diskussion um die Verwendung der 500.000 Euro für die Jenaer Kitas sagte SPD-Sprecher und beratender Bürger im Finanzausschuss Andreas Müller:
"Dass sich die Fraktionen im Stadtrat Gedanken über die Verwendung der 500.000 Euro machen ist sehr zu begrüßen. Auch in der SPD wurden die Vor- und Nachteile der verschiedenen Optionen objektiv abgewägt.
Jetzt aber wird es endlich Zeit für eine Entscheidung. Und hier ist kein Klein-Klein gefragt. Alle drei Varianten von der Gebührensenkung, über ein kostenfreies Kita-Jahr bis hin zur Qualitätssicherung lassen sich nicht unter einen Hut bringen. Das muss deutlich gesagt werden. Wer so etwas aber vorgaukelt, muss sich auch den Vorwurf des Populismus gefallen lassen. Unterm Strich ist nämlich nur eine Variante zielführend. Die Aufteilung des Betrages würde bestenfalls dem Tropfen auf den heißen Stein gleichkommen.
Eine einfache Rechnung kann dies verdeutlichen: 500.000 Euro entsprechen für ein Kita-Jahr etwa zwölf Stellen für Erzieherinnen. Das entspricht nicht einmal einer halben Stelle pro Jenaer Kita, von denen wir 56 haben. Wenn aber dann noch Gebührensenkung oder Kostenfreiheit ins Spiel gebracht wird, werden wir eine Qualitätssicherung in den Kitas – die diesen Namen verdient – nicht erreichen können.
Deshalb hat sich die Jenaer SPD die Position der Stadtelternvertreter zu eigen gemacht. Wir setzen klar auf Qualitätsverbesserung. Hier ist ist das Geld am besten angelegt. Die CDU-Landesregierung hat mit ihrer Familienoffensive ein großes Loch in die Kita-Landschaft gerissen. Das gilt es zunächst zu schließen. Wir werden alles daran setzen, dass sich im Stadtrat eine vernünftige und vor allem zielführende Lösung durchsetzen wird. Ein Klein-Klein wird es mit uns nicht geben."