
Heike Taubert, SPD-Landesgeschäftsführer Jochen Staschewski und Veit Kern (v.r.n.l.)
Harald Seidel: "Sie ist der beste Griff."

Harald Seidel: "Sie ist der beste Griff."
Von Katja Grieser Greiz. Überraschungen hielt die Wahlkreiskonferenz des SPD-Kreisverbandes Greiz am Montagabend nicht bereit. Als Direktkandidatin zur Landtagswahl im kommenden Jahr für den Landtagswahlkreis 40 Greiz II wurde Heike Taubert vorgeschlagen und mit 28 Ja-Stimmen und einer Enthaltung gaben die Genossen ihr das Vertrauen. Als Kandidat für die Landesliste schlugen die Jusos, die Jugendorganisation der SPD, Veit Kern vor. Einstimmig schickten die Genossen denn auch den 27-jährigen Politikwissenschaftsstudenten, der seit einigen Jahren in der SPD, insbesondere bei den Jusos aktiv ist, ebenfalls in den Landtagswahlkampf.
Für den ehemaligen Landtagsabgeordneten Harald Seidel ist Heike Taubert neben Christoph Matschie die Persönlichkeit in Thüringen. Er geht davon aus, dass die SPD nach der nächsten Wahl im Freistaat mitregieren wird. Und Heike Taubert, die in den vergangenen Jahren die schwierigsten Felder wie Soziales, Gesundheit oder Kommunales beackert hat, sei "der beste Griff", den die Genossen machen können. Mit Beifall stimmten die SPDler den Worten Seidels zu.
Heike Taubert beschrieb im Anschluss noch einmal, welche Schwerpunkte es für sie in ihrer Arbeit gibt. Zum einen ist die Kommunalpolitik wichtig. Hier gehe es darum, die Balance zu finden zwischen den Sachen, die zu finanzieren sind, und denen, die nicht finanzierbar sind. Keine leichte Aufgabe. Weiterer Schwerpunkt auf der Agenda ist die Bildung, angefangen von der Kindertagesstättenbetreuung bis hin zu den Schulen. Optimale Förderung der Kinder gleich welchen Alters stehe dabei ganz oben auf der Liste. "Schwächen abbauen, Stärken stärken" müsse es heißen und das soll etwa mit dem längeren gemeinsamen Lernen - also bis zur Klasse 8 - erreicht werden.
Am Herzen liegt Taubert auch die Wirtschaftsförderung, da insbesondere in unserer Region Arbeitsplätze nicht wie Pilze aus dem Boden schießen. Zudem müsse man sich um die Leute kümmern, die auf dem Arbeitsmarkt keine Chance haben. Beim Thema Gesundheit beschäftigt die SPD-Politikerin vor allem die Frage, was Kommunen tun können, um Ärzte in der Region zu halten. Denn die Ärztesituation sei zunehmend bedenklich. Und nicht zuletzt müsse der zunehmend alternden Bevölkerung Rechnung getragen werden. "Die aktive, alternde Gesellschaft hat andere Ansprüche an die Kommunen", meint Taubert.
Mit Blick auf die Bundespolitik war sich die Landtagsabgeordnete mit SPD-Landesgeschäftsführer Jochen Staschewski einig, dass mit dem Duo Steinmeier/Müntefering die Chancen für die SPD gut stünden. Ebenso wie die Chancen für die Thüringer SPD mit Christoph Matschie an der Spitze. Er werde von den Wählern so wahrgenommen, dass er eine Landesregierung führen kann. "Wir können es schaffen, in allen Bereichen stärker zu werden", so Heike Taubert abschließend zum bevorstehenden Superwahljahr 2009.
Homepage SPD-Kreisverband Greiz
Leider gibt es die gesuchte Seite nicht oder nicht mehr.