Die SPD ruft alle Arbeitnehmer in Gera dazu auf, in Betrieben und Behörden Betriebs- und Personalräte zu wählen. Sie gratuliert den bereits Gewählten. Seit Anfang März und noch bis zum 31. Mai ist die Wahl dieser Vertretungen regulär möglich. „In Unternehmen mit Betriebsrat sind die Beschäftigten zufriedener, sie identifizieren sich stärker mit ihrer Firma und sie sind motivierter als in Betrieben ohne Betriebsrat“, so die stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende Melanie Siebelist.
Betriebsräte sorgten dauerhaft für Mitbestimmung und für eine Interessenvertretung auf Augenhöhe mit dem Arbeitgeber. Sie überwachen die Einhaltung von Tarifverträgen und sorgen für bessere Arbeitsbedingungen. „Arbeitgeber sollten besonders in Zeiten des Fachkräftemangels ihre Beschäftigten zur Wahl eines Betriebsrates ermutigen. Möglichkeiten der Mitbestimmung sind in den alten Bundesländern Standard.“, so Siebelist.
Möglich sind Betriebsratswahlen in allen Betrieben, in denen fünf Arbeitnehmer ständig beschäftigt und über 18 Jahre alt sind. Von den fest angestellten Beschäftigten müssen drei wählbar sein, die im Betrieb bereits seit einem halben Jahr arbeiten. Ab drei Monaten Einsatzzeit wählen Leiharbeitskräften den Betriebsrat mit. In kleineren Firmen mit fünf bis 50 Arbeitnehmern gibt es ein verkürztes und vereinfachtes Wahlverfahren. Gewerkschaften helfen Beschäftigten bei der Vorbereitung und Gründung eines Betriebsrates.
Gera müsse eine Stadt der guten Arbeitsbedingungen werden. Der von der SPD durchgesetzte allgemeine Mindestlohn lasse auch hier eine Stärkung der Kaufkraft erwarten. „Die Durchsetzung des Mindestlohns durch die SPD ist ein großer Erfolg für viele Beschäftigte. Inakzeptabel sind jedoch die von der CDU gewünschten Ausnahmen für junge Menschen und Langzeitarbeitslose. Der Mindestlohn definiert, was einem Menschen in Deutschland mindestens als Stundenlohn zusteht. Da darf es keine Ausnahmen geben“, so Siebelist. Aktuell liegt das durchschnittliche Bruttoarbeitsentgelt von Vollzeitbeschäftigten in Gera laut Bundesagentur für Arbeit bei 2.110 Euro.