Juso-Hochschulgruppe: Keine Feier der Burschenschaften
Die Juso-Hochschulgruppe (Juso-HSG) als Studierendenverband der SPD Jena hat den Vorschlag
des Oberbürgermeisters auf einem so genannten „Symposium“ „Schwarz-Rot-Gold zur Renaissance
der deutschen Nationalfarben “die Gründung der Burschenschaften im Rahmen einer Stadtfeier zu
begehen, mit Bestürzung aufgenommen.
Frank Dörfler, Sprecher der Juso-HSG erklärt: „Wir begrüßen es, wenn der OB sich differenziert
mit dem Thema „Nationalfarben“ auseinander setzen möchte, anstatt in inhaltsleere Deutschtümelei
zu verfallen. Der OB wird am Ende zu dem Schluss kommen müssen, dass die Nation kein Wert an
sich ist und auch als vermeintlicher Identifikationswert nicht die realen Probleme der Menschen
lösen kann.“
Frank Dörfler weiter: „Wir kritisieren jedoch mit äußerster Schärfe den Vorschlag die Gründung
der Burschenschaften als städtisches Fest zu feiern. Die Burschenschaften stehen für ein
ultrakonservatives und gegen das Prinzip solidarischer Teilhabe gerichtetes Weltbild. Schon zu
Gründungszeiten haben die Burschenschaften elitäre und nationalistische Werte vertreten.
Dementsprechend ist eine kritische Aufarbeitung geboten und nicht die Veranstaltung eines
Freudenfestes. Ein solches Fest würde nur in Nationalromantik und Verherrlichung von
Männerbünden abgleiten.