Landratskandidat Dirk Schwerd und SPD-Kreisvorsitzender Dr. Hartmut Schubert „Ich möchte Landrat werden. Als solcher werde ich nicht alles anders machen können, doch vieles besser und einen glaubwürdigen und sachlichen Politikstil pflegen. Die Demokratie lebt von der Alternative!“, so schloss der frisch gebackene Landratskandidat der SPD im Altenburger Land, Dirk Schwerd, mit seinen Dankesworten und eröffnete damit den Wahlkampf um das Landratsamt im nächsten Jahr.
Und Dirk Schwerd, der als Anwalt in Altenburg eine eigene Kanzlei führt, geht dabei als erster Parteikandidat in den Wahlkampf. Auf dem Kreisparteitag der SPD am 17. Juni konnte Schwerd, der „Wunschkandidat“ des Kreisvorsitzenden Dr. Hartmut Schubert war, 49 Stimmen bei nur einer Gegenstimme auf sich vereinigen. „Das sehr gute Wahlergebnis für Dirk Schwerd zeigt, dass wir als Sozialdemokraten geschlossen hinter unserem Kandidaten stehen. Mit einer engagierten Arbeit bis zur Landratswahl sehe ich gute Chancen, dass das Altenburger Land bald wieder einen SPD-Landrat hat“, zeigte sich Kreisvorsitzender Dr. Schubert optimistisch.
In seiner Rede gab Schwerd sogleich auch seine Ziele vor, für die er als Landrat streiten möchte. Unter seiner Ägide sollen alle Möglichkeiten der Wirtschaftsförderung genutzt werden, um eine Trendwende auch im Altenburger Land zu schaffen. Dazu gehöre ein konstruktiver Dialog mit dem Freistaat zur besseren Förderung von Infrastruktur im Altenburger Land, insbesondere des Flugplatzes, aber auch die verkehrstechnische Anbindung an die Metropolregionen Leipzig und Zwickau/Chemnitz. Zudem will sich Schwerd, der auch Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion ist, für eine bessere Vermarktung bestehender Industrie- und Gewerbeflächen einsetzen. Gerade hier müsse mit dem Thüringer Wirtschaftsministerium und der LEG beraten werden, wie eine effektivere Vermarktung vor Ort aussehen könne.
Nach Ansicht von Schwerd gilt es aber auch die Ansiedlung von Landesbehörden, Fachschulen aber auch einen möglichen Gefängnisstandort im Altenburger Land zu unterstützen. Immerhin sei mit dem Neubau einer JVA auch ein Bauvolumen von etwa 130 Millionen Euro verbunden. Mithin sichere der Betrieb einer solchen Einrichtung weitere Arbeitsplätze im Dienstleistungsgewerbe um den Gefängnisstandort. Dem amtierenden Landrat wirft Schwerd vor, sich für dieses Projekt nicht einzusetzen: „Die Mitbewerber Hohenleuben und Gera sind sich in ihren politischen Gremien einig und kämpfen gemeinsam für den Neubau. Hier vermisse ich das Bemühen eines Landrates, der sich für seinen Landkreis und seine wirtschaftliche Entwicklung einsetzt.“ Schwerd hatte bereits in einem persönlichen Telefonat mit dem Thüringer Justizminister für den Standort Altenburger Land geworben.
Auch im Bereich der Jugendhilfe kritisiert der 36-jährige Schwerd das Handeln des Landrates scharf. Bekanntlich hatte der Kreistag mehrheitlich der Vorlage des Landrates zugestimmt, wonach Maßnahmen der Träger der Jugendhilfe nur für ein Jahr geplant und ausgeschrieben werden. Die Erfolgsaussichten von Projekten der Jugendhilfe seien dadurch ungesichert, wenn keine Fortschreibung derselben erfolgt. Der Landrat spare damit bewusst bei der Jugendhilfe und gefährde damit die Jugendarbeit des Landkreises. „ Unsere Jugend ist das Potential des Landkreises. Hier darf nicht zu Last der Schwächsten die Axt angelegt werden, mahnt Landratskandidat Schwerd. Eine gute Jugendbetreuung, der Erhalt unserer Theater, Museen und der Kulturlandschaft im Allgemeinen sind weichen Standortvorteile, die den Landkreis attraktiv zu Wohnen machen.
Dirk Schwerd schloss schließlich mit einem Ausblick auf die zukünftigen Strukturen des Landkreises. „Einer anstehenden Kreisgebietsreform muss man ins Auge sehen. Am Beispiel Sachsen und Sachsen-Anhalt ist zu sehen, wer seine Hausaufgaben gemacht hat. Als Landrat werde ich mich an den Planungen der Landesregierung in Erfurt konstruktiv, sachlich und vernünftig beteiligen und mich bei einem Kreiszusammenschluss für den Erhalt unserer ländlichen Identität und einer bürgernahen Verwaltung einsetzen“, zeigte Schwerd die Handlungsmöglichkeiten bei einer Funktional- und Gebietsreform auf, für die er im bestverstandenen Sinne für den Landkreis und die Region Ostthüringen kämpfen möchte.
Die Landratswahlen finden voraussichtlich im Mai nächsten Jahres statt.
SPD-Kreisvorstand