Mit Verwunderung reagierte der SPD-Kreisvorsitzende Dr. Jörg Vogel auf die Absage an eine Multifunktionsarena durch den CDU-Fraktionsvorsitzenden Benjamin Koppe im TLZ-Interview vom 31.Juli 2013. „Im Jahr 2009 präsentierte der FC Carl Zeiss Jena einen Plan für eine Fußballarena in Jena. Es gibt aber bis heute kein reines Fußballstadion, weil weder der FCC noch die Stadt 2009 eine solch hohe Investitionssumme aufbringen konnten und ein potenter dritter Investor weder gefunden wurde, noch sich meldete. Diese Situation war überhaupt erst der Ausgangspunkt dafür, Fördermöglichkeiten beim Land zu suchen. Das hat der Oberbürgermeister getan! Wer von vorneherein eine Absage an eine Multifunktionsarena erteilt, der steht genau vor dem gleichen Problem wie 2009: schöne Idee, aber kein Geld – und dreht die Debatte damit zurück auf Null“, so Vogel.
Auf Initiative des SPD-Stadtratsmitgliedes Markus Giebe, kam es überhaupt erst zu dem Beschluss, noch einmal ein reines Fußballstadion in die Diskussion aufzunehmen. „Es ist unseriös, die Multifunktionsarena mit dem Argument der fehlenden Validität der Zahlen im Nutzungskonzept abzulehnen und gleichzeitig ein reines Fußballstadion vorzuschlagen, zu dem den Stadträten bisher weder aktuelle noch offizielle Zahlen auf dem Tisch liegen“, so der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Markus Giebe.
Die Stadtratsfraktion der SPD Jena wird auf eine Stadionentscheidung noch in diesem Jahr drängen. „Wir wollen am 10.10. im gemeinsamen Stadtentwicklungs-, KIJ- und Sportausschuss entscheidungsreife Varianten vorliegen haben. Die CDU ist gut beraten bis dahin ihre eigenen Reihen zu schließen, damit wir zu einer mehrheitsfähigen Lösung kommen“, so Giebe abschließend.