Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion: Dirk Schwerd "Wir halten die vom Landrat entfachte Wechseldebatte für die Zukunft unseres Landkreises für gefährlich. Die Geschichte zu dem Kreistagsbeschluss aus dem Jahr 1990 ist nicht umkehrbar und das Altenburger Land ist fest in Thüringen integriert", äußert sich der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Dirk Schwerd, kritisch zu angestoßenen Debatte des Landrates.
Den Bürgern des Landkreises wird durch den Landrat suggeriert, dass ein Wechsel des Bundeslandes per Bürgerbefragung möglich sei. Dies ist falsch und verärgert unsere Partner in Thüringen. Gerade jetzt, nach der Kündigung von Ryanair brauchen wir die Unterstützung des Freistaats Thüringen für wirtschaftliche Ansiedlungen auf dem Industriegebiet Altenburg-Nobitz, das Theater und bei den Projekten der Wachstumsinitiative Altenburger Land.
Die OECD Studie zum Unternehmertum im Landkreis Altenburger Land aus dem Jahr 2006 führt aus, dass der Landkreis zur Förderung der Unternehmensansiedlungen seine heimische Identität als potenziellen Anziehungsmagnet bewerben muß.
Mit der Aufgabe unserer seit 20 Jahren gewachsenen Thüringer Identität erreicht man genau das Gegenteil. Die unselige Wechseldebatte muß aufhören, um unseren Wirtschaftsstandort nicht noch mehr in die Krise zu reden.
Deshalb haben wir am 26.01.2011 eine Anfrage an den Landrat gestellt. Nach deren Beantwortung wird im nächsten Kreistag die Wechseldebatte hoffentlich beendet sein.