Bei der Debatte über die tödliche Kampfhundattacke auf ein kleines Mädchen am vergangenen Freitag in Sachsenburg darf die Eignung der Besitzer für eine gefahrlose Haltung von Hunden nicht aus dem Blick geraten.
Das fordert der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag, Heiko Gentzel. „Insbesondere Halter von robusten und kampfstarken Tieren müssen über die entsprechenden Fähigkeiten für die Haltung eines solchen Hundes verfügen und ihre Zuverlässigkeit regelmäßig nachweisen“, fordert Gentzel. Beispielhaft könne hier eine neue Regelung in der Schweiz sein. Seit 2008 fordert ein Bundesgesetz in der Schweiz, dass die Halter von als gefährlich eingestuften Hunderassen obligatorische Praxis- und Theoriekurse mit anschließendem Test ablegen müssen. Dabei werden das Wesen des Tieres und die Eignung des Hundehalters geprüft.
Gentzel widerspricht damit der Einschätzung des Thüringer Innenministeriums, das im Zusammenhang mit der Kampfhundattacke in Sachsenburg im Kyffhäuserkreis den Sinn so genannter Rasselisten bestritten hatte. „Bestimmte Hunderassen stellen nachweislich ein ernstes Sicherheitsproblem dar“, konstatiert der SPD-Innenpolitiker. Er verweist in diesem Zusammenhang auf eine Vielzahl obergerichtlicher Entscheidungen, die einen Zusammenhang zwischen rassespezifischen Merkmalen von Hunden und ihrer Gefährlichkeit bejahen.
Franzisca Friedrich
Pressesprecherin