"Demokratie, freie Wahlen, Presse- und Meinungsfreiheit waren Ziele, wofür sich auch in Gera Menschen vor 25 Jahren eingesetzt haben. Die Demokratie ermöglicht es Menschen, sich in der Kommune, im Land oder Bund einzubringen, sich zur Wahl zu stellen und andere zu vertreten", freut sich der stellvertretende Vorsitzende der SPD Gera, Maik Gerstner zu 25 Jahren Wiedervereinigung.
Es habe sich wahnsinnig viel in den letzten 25 Jahren verändert. Vor allem im Bereich der Wirtschaft gelte es aber, weiterhin für gleiche Löhne in Ost und West zu kämpfen. "Wir brauchen ein Bundesgesetz, ähnlich dem Mindestlohn, dass gleiche Löhne in ganz Deutschland regelt. Die Tarifhoheit von Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden muss gelten, aber es kann nicht für die selbe Branche unterschiedliche Tarifverträge geben. 25 Jahre nach der Wende sind unterschiedliche Tarife für Ost und West inakzeptabel", so Gerstner.
Am Ziel gleichwertiger Lebensverhältnisse müsse im ganzen Land festgehalten werden. Die Aufgabe der Politik sei es, dieses Ziel anzustreben, auch wenn gleiche Lebensverhältnisse nie abschließend erreicht werden. Die SPD Gera sieht aber auch, dass gerade in der aktuellen Zeit die Zustimmung zur Politik allgemein sinkt. "Wir nehmen die Bedenken und Sorgen ernst, wir diskutieren gern darüber, wie Probleme gelöst werden und wir erkennen jeden an, der sich einbringt. Wer aber Parlamentarismus und freie Presse insgesamt in Frage stellt, ist kein Partner für demokratische Prozesse."