Mit großem Interesse hat die Geraer Sozialdemokratie die Offenheit der drei Oberbürgermeister der Impulsregion für eine Aufnahme der Otto-Dix-Stadt Gera in das Städtebündnis aufgenommen. „Wir beobachten schon lange die positive Entwicklung der Impulsregion Erfurt-Weimar-Jena. Die Geraer SPD befürwortet ausdrücklich eine Aufnahme der Stadt Gera“, sagte die stellvertretende Vorsitzende Melanie Siebelist. „Wir wollen die aus unserer Sicht in Gera betriebene Abkopplungspolitik dringend beenden.“ Hintergrund ist ein Interview zur Impulsregion in der Ostthüringer Zeitung vom 5. Februar, in dem die drei Oberbürgermeister ihre Offenheit für eine Erweiterung der Impulsregion formulierten. Siebelist verweist auf zahlreiche Argumente, die für die Idee einer Aufnahme der Stadt sprechen.
Gera könne mit knapp 100.000 Einwohnern einen erheblichen Beitrag zur Stärkung der Impulsregion leisten. Damit verbunden wäre ein Anwachsen der gesamten Impulsregion auf knapp 500.000 Einwohner. Verbunden mit dem elektrifizierten und zweigleisigen Ausbau der Mitte-Deutschland-Schienenanbindung könnten die vier Städte weiter Zusammenwachsen. Schon heute könne man in den Zügen beobachten, wie groß die Pendlerströme zwischen den vier Städten sind. „Den Menschen in Gera würde diese Städtezusammenarbeit endlich wieder eine Perspektive für die Zukunft eröffnen und das Gefühl geben, ein wichtiger Teil Thüringens zu sein“, so Siebelist. „Wir sind den drei Oberbürgermeistern sehr dankbar für diese Offenheit und hoffen, diese Diskussion wird im Geraer Stadtrat aufgegriffen.“ Gera habe mit dem Otto Dix-Haus, den Geraer Songtagen, dem 360 Grad Heimatfestival, dem Haus Schulenburg von Henry van de Velde, dem 5-Sparten-Theater, dem Goldenen Spatz, einer enormen Dichte an Villen, der Orangerie und dem Buga-Park kulturell viel einzubringen in die Impulsregion. Auch als Bildungs- und Wirtschaftsstandort könne man sich einbringen. Die Berufsakademie und die private SRH-Fachhochschule, sowie starke Industriebetriebe wie Electronicon, Kaeser und POG und die wachsende Sozialwirtschaft in Gera werden als Pluspunkte genannt. "Gera wäre eine Bereicherung für die erfolgreiche Zusammenarbeit dieser drei Städte.“ Die SPD hatte in den letzten knapp zwei Jahren mit großer Sorge beobachtet, wie sich die Stadt immer stärker von der Landesentwicklung – insbesondere der positiven Entwicklung der größeren Städte – abgekoppelt hat. „Wir wollen, dass Gera im Sinne einer Mitwirkung an gemeinsamen Projekten stärker in Thüringens Mitte rückt. Die Vereinsgründung zur Stärkung der Impulsregion halten wir deshalb für eine gute Idee.“ Unter anderem im Bauhaus-Jahr vor einigen Jahren hatte man bereits gute Erfahrungen in der Zusammenarbeit sammeln können.