SPD-Fraktion zu „Im Jahr 2025 gibt es Suhl-Nord nicht mehr“

Veröffentlicht am 10.12.2008 in Stadtrat

Wir können verstehen, wenn Bewohner von Suhl-Nord beim Lesen dieser Aussage, die der Oberbürgermeister ihrer Stadt getroffen hat, geschockt sind und fragen, was ist damit gemeint „gibt es nicht mehr“. Im Beitrag des darauffolgenden Tages (FW v. 23.10.2008) relativiert der OB seine Äußerungen und sieht eine neue Zukunft für den Ziegenberg.

Bei aller Deutlichkeit der Aussage unseres Stadtoberhauptes, wie würden wir alle reagieren, wenn wir dies für unser Wohngebiet so lesen würden, ohne dass uns vorher Alternativen für Wohnperspektiven in unserer Stadt aufgezeigt wurden? Welche Zukunftsgedanken bezogen auf den Verbleib in dieser, unserer Stadt, würden in dieser Situation in uns vorgehen? Dass den Bürgern die Wahrheit gesagt werden muss ist richtig und wichtig und dass in Suhl-Nord aufgrund des Bevölkerungsrückganges Veränderungen notwendig sind, bestreitet niemand, auch unsere Fraktion nicht. Sicherlich wissen auch viele Bürgerinnen und Bürger von Suhl-Nord, dass weiter „rückgebaut“ werden muss. Nicht wenige sind schon mindestens einmal umgezogen, manche auch mehrmals, was ihnen als bestandskräftig versichert wurde, galt nach kurzer Zeit nicht mehr. Wir können die jetzigen Zukunftsängste nachvollziehen, auch wenn es „erst“ 2025 Suhl-Nord nicht mehr geben soll. Wir haben es hier mit Menschen zu tun, die jetzt wissen wollen, wo kann ich künftig wohnen und leben. Wie Karin Müller, Fraktionsvorsitzende der SPD ausführt, war sie bei allen Kundgebungen in Suhl-Nord in den letzten Wochen und hat erlebt, welche Verunsicherungen und Ängste die Menschen dort haben. Viele werden darüber nachdenken, ob sie überhaupt weiter in unserer Stadt bleiben wollen. Es wäre für unsere Stadt schlimm, wenn viele Menschen sie verlassen würden. Auf der einen Seite überlegen wir, wie wir die Menschen durch die Wohn- Arbeits- und Lebensverhältnisse in der Stadt halten und auf der anderen gehen sie, weil ihnen keine entsprechende Zukunft in der Stadt aufgezeigt wurde. Deshalb hätte schon bevor gesagt wird, „Suhl-Nord gibt es nicht mehr“ ein längerfristiges Konzept da sein müssen, wann welche Blöcke abgerissen und wo die Menschen untergebracht werden können, bzw. wo möchten sie in Suhl leben. Dass eine nach der anderen Handelseinrichtung sich aus Suhl-Nord zurückzieht hat ohnehin schon zu einer großen Verunsicherung beigetragen. Diese Einrichtungen warten auch nicht bis 2025 bis sie sich aus Suhl-Nord verabschieden.
Es ist jetzt unsere Aufgabe als Stadträte, als Stadt und aller beteiligten Partner, insbesondere der Wohngesellschaften, für die gesamte Stadt, aber insbesondere für Suhl-Nord kurzfristig ein tragfähiges Konzept der Umgestaltung zu erstellen, denn in einer bestimmten Form wird und muss es Suhl-Nord noch geben. Die SPD-Fraktion ist auch nicht dafür, dass sanierte Blöcke abgerissen werden, sondern diese in die Umgestaltung mit einbezogen werden müssen.
Ja, die 2. Planungswerkstatt zur weiteren Entwicklung unserer gesamten Stadt steht kurz bevor. Aber unsere Fraktion ist der Auffassung, nach den bekannt gegebenen Prognosen für Suhl-Nord ist es dringend notwendig, sich kurzfristig speziell mit diesem Stadtteil zu befassen und die künftige Entwicklung festzulegen. Vor allem den dort lebenden Menschen ihre weitere Perspektive in unserer Stadt so schnell wie möglich aufzuzeigen, d a z u haben sie ein Recht. Wir müssen den Bürgerinnen und Bürgern klar und deutlich kundtun, wir möchten, dass ihr in der Stadt bleibt, wir möchten euch auch weiterhin in der Stadt behalten, ihr gehört dazu.
Manchmal kann man den Eindruck bekommen, dass von Verantwortlichen und Politikern in unserer Stadt der gepredigte Weg „der gesunden Schrumpfung“ bis auf sogar 25.000 Einwohnern einfach hingenommen wird. Die Frage ist dann, wie mit einer solchen Bevölkerungszahl bestehende Infrastruktur und Einrichtungen, wie z.B. das CCS, der Tierpark oder das Schießsportzentrum noch finanziert werden sollen. Denn von der Bevölkerungszahl abhängig, sind auch die Finanzzuweisungen des Landes.
Unser Ziel muss sein, durch entsprechende Infrastruktur die Bevölkerung in Suhl zu halten, Möglichkeiten für neue Ansiedlungen und für ein Wohlfühlen in unserer Stadt zu schaffen.

Karin Müller
SPD-Fraktionsvorsitzende

 
 

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