Oberbürgermeisterin muss mit konkreten Schritten Geraer Radsporttradition sichern
Anlässlich der Sperrung der Geraer Radrennbahn fordert der SPD-Kreisverband zügige und konkrete Schritte der Oberbürgermeisterin, um eine neue Radrennbahn zu realisieren.
„Wir fordern ein Ende der Verzögerungstaktik und schnellstmöglich einen Aufstellungsbeschluss für die GerAArena. Vor einem Jahr, am 05.03.2012 stellten ein Investor, der Deutsche Radsportverband und der Thüringer Wirtschaftsminister das Projekt vor. Ein Jahr lang wurde abgewogen. Nun brauchen wir schnellstmöglich Taten. Ohne ein klares Ja der Stadtspitze und einen Aufstellungsbeschluss ist der Weg zur Realisierung der GerAArena endgültig versperrt.“
In einer Diskussionsrunde der SPD-Fraktion hatte die Oberbürgermeisterin zugesagt, das Thema im Bauausschuss zu behandeln. Dies sei aber vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen völlig unzureichend. „Die Zeit für Appelle und Meinungsbekundungen ist aus unserer Sicht vorbei. Wir brauchen konkrete Taten. Schon im Vorfeld der Mitgliederversammlung des Bundes Deutscher Radfahrer wurde durch das Projektteam ein eindeutiges Votum der Stadt Gera gewünscht.“, so Kreisvorsitzender Tilo Wetzel.
Doch statt die rechtlichen Voraussetzungen für ein solches Projekt zu schaffen, betreibe Frau Hahn aktuell einen zögerlichen Schlingerkurs. "Die Forderung der OB an das Projektteam, das Kultur- und Kongresszentrum in die Pläne zu integrieren, baut unmögliche Hürden auf." Die Bedingung, das KuK zu sanieren, verteuere das ganze Projekt um ein Mehrfaches.
„Gera hat eine lange Radsporttradition, die wir erhalten wollen. Gera braucht schnellstmöglich eine moderne Radrennbahn. In dem Multifunktionsprojekt sehen wir eine Möglichkeit, aus vielen Fördertöpfen Unterstützung dafür zu erhalten. Wir sind überzeugt, dass im Moment nicht die anderen Partner, sondern die Stadt bremst. “, so Wetzel.
In diesem Zusammenhang erinnert die SPD an die Zusage der Unterstützung durch die CDU-Abgeordnete Birgit Diezel. Diese hatte versprochen, Gera erhalte zwar keinen Mercedes als Radrennbahn, aber auf jeden Fall einen Volkswagen.
Aus Sicht der SPD schließe die grundsätzliche Befürwortung des Projekts eine Detailprüfung und ausführliche Diskussion zum Thema nicht aus. "Es muss aber darum gehen, aktiv zu werden, gemeinsam Lösungen zu suchen und dem Projektteam keine weiteren Steine in den Weg zu legen." Andernfalls, befürchtet Wetzel, werde man die Arena bald in einer anderen Stadt finden.