SPD Erfurt fordert Solidarität mit Flüchtlingsfamilien am Herrenberg

Veröffentlicht am 10.02.2015 in Kampf gegen Menschenfeindlichkeit

Angesichts der aufgeheizten Stimmung um die überraschend aus Suhl an den Erfurter Herrenberg verlegten Flüchtlingsfamilien bittet die SPD Erfurt die Bevölkerung, sich solidarisch zu zeigen.

Nach Angaben der Stadtverwaltung handelt es sich um 10 Familien, die ohne eine angemessene Vorbereitungszeit Mitte letzter Woche nach Erfurt verlegt wurden. Als Notunterkunft dient die derzeit im Umbau begriffenes ehemaliges Schulgebäude in der Scharnhorststraße.

Hierbei handelt es sich lediglich um eine vorübergehende Maßnahme von etwa acht Wochen, die der Zeitnot geschuldet ist. Der Notwendigkeit einer dezentralen Unterbringung von Flüchtlingen und Asylsuchenden ist sich die SPD Erfurt bereits seit langem bewusst. Es muss daher weiterhin das Ziel sein, den Familien rasch Wohnungen zu vermitteln.

Die Versuche seitens der NPD, bei der Bürgerversammlung am Montag Stimmung gegen die Flüchtlinge zu machen, sind verachtenswert. Verurteilte Gewalttäter wie der NPD-Stadtrat Enrico B. versuchen, den Anwohnern einzureden, die in der Schule untergebrachten Familien seien ein Sicherheitsrisiko für die lokale Grundschule.

Für die SPD ist klar:

"Flüchtlinge brauchen unsere Hilfe und Unterstützung" so Torsten Haß. "Jeder Versuch, unbegründete Ängste zu schüren ist klar und eindeutig von allen demokratischen Kräften zurückzuweisen", so der Kreisvorsitzende weiter.

Die SPD ist gesprächsbereit, um mit den Anwohnern gemeinsam Lösungen im Interesse aller Beteiligten zu suchen.

Die SPD Erfurt dankt der Feuerwehr für ihre schnelle Hilfe bei der Bereitstellung von Betten sowie dem Verein „MitMenschen“ für die soziale Betreuung.

 
 

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