Erfurt, 11. November 2009.Mit Blick auf den Standort Eisenach fordert der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag, Wolfgang Lemb, eine neue Gesamtstrategie von GM für die Zukunftssicherung des Eisenacher Automobilstandortes.
„Es ist von zentraler Bedeutung, das Eisenacher Werk breiter als bisher aufzustellen“, sagt Lemb mit Verweis auf die Produktpalette.
Lemb fordert umgehend ein tragfähiges Zukunftskonzept. „GM spielt scheinbar erneut auf Zeit“, kommentiert er Äußerungen des GM-Chefs, die Vorlage eines Sanierungskonzeptes werde mindestens noch mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Lemb: „Wenn GM-Chef Henderson auf die noch zu führenden Gespräche mit der Arbeitnehmervertretung verweist, verkennt er Ursache und Wirkung.“ Zunächst einmal müsse das Konzept auf den Tisch, bevor man den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern weitere Zugeständnisse abverlangt. Ein deutliches und klares Signal, auf Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten und Opel mehr Eigenständigkeit einzuräumen, fehle bisher vollständig.
Die von Henderson in einem Interview geäußerte Absage, Opel globaler aufzustellen, kritisiert Lemb. Opel als „Regionalmarke“ mit der Beschränkung auf den europäischen Raum zu positionieren, sei nicht zukunftsfähig.
„Wenn GM einen Teil des verspielten Vertrauens gegenüber Mitarbeitern, Arbeitnehmervertretung und der Politik zurückgewinnen will, darf nicht mit den Menschen spielen“, so der Wirtschaftspolitiker.