Sparkassen interessieren junge Leute nicht, oder?

Veröffentlicht am 20.03.2018 in Steuern & Finanzen

Sparkassen gehören halt irgendwie dazu. Für die Firmen vor Ort als zuverlässiger Partner, ebenso wie für Vereine, die in ihr häufig auch einen Sponsor für Veranstaltungen oder Projekte finden. Doch wie ist das eigentlich, wenn das bei den Sparkassen plötzlich so läuft wie bei vielen anderen Banken? Vincent Ackermann, Mitglied in unserem Kreisverband und stellvertretender Landesvorsitzender der Jusos Thüringen hat dazu einen kleinen Bericht geschrieben...



Vergangenen Sommer waren meine Freundin und ich auf den Spuren der drei Gleichen. Wir starteten in Haarhausen mit Abstecher über die Bratwurstwelthauptstadt Holzhausen und arbeiteten uns anschließend nördlich über Wachsenburg, Mühlburg in Richtung Burg Gleichen vor. Ein Souvenir wurde hier gekauft, Eintrittsgeld dort bezahlt und auf einmal fanden wir uns zu Kaffee und Kuchen in Thüringens ältestem Ort, Mühlberg, wieder - jedoch nur noch mit restlichen Hartgeldbeständen.

Die Volksbank am Rathaus öffnet am Wochenende grundsätzlich nicht und von einem Sparkassenautomaten fand sich weit und breit. So saßen wir da mit unserem kümmerlichzusammengekratzten Bargeld und aßen Kuchen auf Sparflamme. Über Trinkgeld reden wir lieber nicht. Unterwegs bis zur Burg Gleichen fanden wir auch keinen weiteren Automaten. Dass wir kostenfrei einen herrlichen Blick über Mittelthüringen hatten, verdanken wir einem gnädigen Burgherrn, der ein Auge zudrückte.

Und als ich über die A4 auf Mühlbergs pittoreske Mitte schaute, fragte ich mich: Wie kann es sein, dass ein touristisch so wertvoller Ort trotz mehrerer Gasthäuser und einer geschichtsträchtigen Burgruine keinen Sparkassenautomaten hat? (Fragen, die man sich beim Wandern eigentlich nicht stellen sollten.) Der Grund liegt beim Sparkassensystem: Nahezu jeder Landkreis hat seine eigene und je nachdem, wie die politischen Gegebenheiten sind, wird nun einmal ein Kahlschlag bei den Standorten hingenommen oder eben nicht. Mühlberg liegt im Landkreis Gotha. Dort regieren scheinbar die Zahlen. Standorte in touristischen Zentren, wie Luisenthal, werden dort wegen zu geringer Auslastung schon einmal geschlossen. Wie es den Menschen vor Ort, den Wandernden und Übernachtungsgästen geht, interessiert nicht.

Ich bin froh, dass wir im Ilm-Kreis diese Entwicklung die letzten Jahre vermeiden konnten. In Orten wie Frauenwald und Martinroda kann man weiterhin sein Bargeld abheben und dann für hervorragenden Kuchen auch gutes Trinkgeld geben. Es ist alles nur eine Frage des politischen Willens - Daseinsvorsorge ist eben auch der Geldautomat um die Ecke. Ich bin froh, dass hier im Kreis noch an die Menschen gedacht und nicht nach der nächsten Gewinnmaximierung gesucht wird.


 
 

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