Kabelwerker protestieren gegen Schließung
"Wir bangen um unsere Existenzen, um unsere Häuschen und die Zukunft unserer Kinder. Unsere Nerven liegen blank. Wir sind wütend", formulierte Bernd Messerschmidt Betriebsratsvorsitzender von Nexans Vacha die Enttäuschung und Wut seiner Kolleginnen und Kollegen
Nicht nur die Kabelwerker waren zu dieser Protestdemo gekommen.
Auf dem Vachaer Markt standen viele Bürger aus Vacha und der Region, die SPD des Wartburgkreises war deutlich sichtbar mit einem Stand vertreten, an der Spitze der Sozialdemokraten des Wartburgkreises stand Landtagsabgeordneter Heiko Gentzel der deutliche Worte der Kritik an der Thüringer Landesregierung und an seinem Kollegen Manfred Grob fand. Der “Lottomittelverteiler“ Grob habe seine Solidarität mit den betroffenen Menschen der Region vermissen lassen.
Gentzel sagte der vom Wartburgkreis angedachten Übernahmegesellschaft die Unterstützung der SPD Kreistagsfraktion zu.
Thomas Fischer, der SPD Landtagskandidat zählte ebenso wie Roland Ernst, Bürgermeister aus Unterbreizbach und viele Abordnungen von Betriebsräten aus Eisenach, wie Opel und andere Firmen, zu denen, die ihre Solidarität mit den Kabelwerkern und der Region zum Ausdruck brachten.
Unverständlich das für andere der kurze Weg nach Vacha nicht in Frage kam.
Herbe Kritik richtete Bernd Messerschmidt deshalb auch an die Vachaer Stadträte und die Bürgermeister der Nachbargemeinden. "Ich habe 15 Bürgermeister angeschrieben, auch den Bürgermeister der Kur- und Kreisstadt Klaus Bohl, nur wenige haben überhaupt geantwortet. Und im Stadtrat hat außer meiner Fraktion der SPD niemand gefragt, wie es mir und euch geht. "
Treffend sagte eine Kollegin aus dem Kabelwerk „so lässt man uns eben im Regen stehen“. Einige Politiker ziehen den „Schönwettereinsatz“ vor, vielleicht passt das eher zu ihrem Dauerlächeln.
Zum Ende der Protestkundgebung zeigte sich wieder die Sonne, ein gutes Omen?
Die große Solidarität mit den Kabelwerkern gibt dazu alle Hoffnung.