Stadtratsmitglieder Hofmann und Fritzsche im Gespräch mit Schulleiterin Weidhase in Langenberg „Die Langenberger Astrid-Lindgren-Grundschule ist groß genug für alle Kinder aus Geras Norden. Mit den Agaer Kindern könnten ab Herbst 218 Kinder die Schule besuchen, die insgesamt bis 250 Kinder aufnehmen kann. Dann gibt es über die Klassenräume hinaus zwei Differenzierungsräume, einen Medienraum, einen Fachunterrichtsraum für Kunst und Musik, ein Spielzimmer und Werkräume“, beschreibt die Schulleiterin Carmen Weidhase die räumlich hervorragenden Bedingungen an ihrer Schule. Mit der Sanierung sei ein Anbau mit Sporthalle, Speisesaal und zusätzlichen Klassenräumen entstanden.
Den Weg dazu hatte der Stadtrat bereits im Jahr 2007 geebnet. Seit fast zwei Jahren ist die Schule in Langenberg nun fertig, die Räume stehen bereit, doch der Umzug der Agaer wurde verschoben, was nach Angaben der Oberbürgermeisterin der Stadt 100.000 € pro Jahr kostet.
Die Äußerungen der Oberbürgermeisterin Viola Hahn (OTZ Freitag) und des Ortsteilbürgermeisters von Langenberg Matthias Kirsch (OTZ Sonnabend) von letzter Woche, dass bereits ein Kind aus Langenberg nach Aga in die Schule fährt , weil in Langenberg kein Platz mehr sei und die Langenberger Grundschule nicht für diese Kapazität gebaut sei, kann Sie nicht nachvollziehen. Während der Sanierung seien die Plätze voll belegt gewesen, so dass ein Kind vor drei Jahren in Aga eingeschult wurde. Jetzt aber stehen genügend Räume und Plätze in Langenberg bereit. Davon hätte sich auch der Ortsteilbürgermeister von Langenberg überzeugen können, aber er hat sich trotz Einladung die sanierte Schule noch nicht angesehen, bedauert die Schulleiterin.
„Demnach entbehren die Einlassungen der Oberbürgermeisterin und des Ortsteilbürgermeisters jeder Grundlage“, stellt Fraktionsvorsitzende Monika Hofmann fest. „Wir haben größtes Verständnis dafür, wenn sich Agaer für ihre Schule einsetzen. Wird jedoch wie hier mit Unwahrheiten argumentiert, ist das akzeptable Maß deutlich überschritten“, verdeutlicht Heiner Fritzsche seinen Unmut. Am Donnerstag soll der Stadtrat dringlich über das Fortbestehen der Agaer Schule entscheiden.