Sachsen-Anhalt verlässt Konsens zum allgemeinen, flächendeckenden und branchenübergreifenden Mindestlohn

Veröffentlicht am 23.10.2012 in Arbeit & Wirtschaft

Änderungswünsche zur Bundesratsinitiative inakzeptabel

Die im Wirtschaftsausschuss des Bundesrates am 18. Oktober durch Sachsen-Anhalt vorgebrachten Änderungswünsche der Thüringer Mindestlohninitiative sind mit dem Grundanliegen der Initiative unvereinbar.

Darauf hat der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Wolfgang Lemb, hingewiesen. „Damit verlässt das Land den in Thüringen vereinbarten Konsens“, kritisiert der Thüringer Landtagsabgeordnete.

Das Thüringer Modell eines Mindestlohns zielt auf einen bundesweit einheitlichen, flächendeckenden und branchenübergreifenden Mindestlohn als unterste Lohngrenze für Beschäftigte.

„Wenn das Wirtschaftsministerium in Sachsen-Anhalt eine Abkehr vom Flächenprinzip zum Regional- und Branchenprinzip fordert, so konterkariert das den Kern des Gesetzesentwurfs.“, so Lemb.

Auch die Forderung, die Mindestlohnkommission auf 32 Personen zu erweitern sei aus seiner Sicht weit entfernt vom ausgehandelten Konsens zwischen Thüringer CDU- und SPD-Abgeordneten. Zumal nach den Vorstellungen Sachsen-Anhalts nur 16 Mitglieder paritätisch durch Spitzenorganisationen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer besetzt werden sollen.

Die Thüringer Mindestlohninitiative zielt auf einen flächendeckenden Mindestlohn, der in einer insgesamt paritätisch besetzten Expertenkommission ausgehandelt wird. Lemb: „Die Vorschläge aus Sachsen-Anhalt eröffnen Hintertürchen, die dem Anliegen, mehr Recht und Ordnung auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu schaffen, diametral gegenüberstehen.“

Auch der Schutz der Tarifautonomie sei hierfür keine Begründung. „Gewerkschaftliche Sichtweisen sind in den Thüringer Entwurf in ausreichendem Maße eingeflossen. Die Tarifautonomie ist gewährleistet.“

Lemb lehnt eine regionale oder branchenspezifische Differenzierung des Mindestlohnes ab. „Unser Ziel war ein Mindestlohn für alle. Dabei sollte es bleiben. Wenn Sachsen-Anhalt das nun grundsätzlich in Frage stellt, können wir das Land zukünftig nicht mehr zu den Unterstützern der Mindestlohninitiative zählen.“

 
 

Homepage Wolfgang Lemb

Kommentare

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used to get around 21 miles per UK galoln..that is 4.45 litres of gasoline. This was all day on long straight roads. I was always gentle with it. It was a very slow unresponsive engine> 2.4 litre gasoline in line 6 cyl. Mine was model LT28.

Autor: Pelado, Datum: 27.11.2012, 11:05 Uhr


RwNYpWtQLktzkydqm

Der Finanzmister in Sachsen-Anhalt he4lt das Thema Nachhaltigkeit nicht ffcr wichtig. Es steehn bis Me4rz 2012 noch keine Mittel zur Verffcgung, dass UN Dekade Projekt weiterffchren zu kf6nnen. Auch Regionalgeld mf6chte er nicht als Finanzierungsinstrument ffcr dieses Projekt anerkennen. Damit ruht das Projekt vorerst, bis Geld zur Verffcgung steht.

Autor: Beceng, Datum: 27.11.2012, 00:22 Uhr


BUnfEMJEQV

Such a deep aenswr! GD&RVVF

Autor: Amberly, Datum: 26.11.2012, 23:22 Uhr


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Die beschlossenen Maßnahmen sind zu begrüßen und vor allem konkret. Eine Senkung der Spritpreise um 17 Cent ist eine spürbare Entlastung. In einem Flächenland wie Thüringen ist bezahlbare Mobilität besonders wichtig.

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