Ein Gedenkstein erinnert in der Werratalkaserne an die gefallenen Bundeswehrsoldaten
Auf der Sitzung des SPD Kreisvorstandes am 9. Februar 2011 wurde folgende Resulotion einstimmig beschlossen. Die Resulotion wurde mit dem Ortsverein der Kur- und Kreisstadt abgestimmt.
Seit Bestehen der Bundeswehr ist diese immer wieder Anpassungen und Reformen unterworfen. Spätestens seit der Wiedervereinigung Deutschlands haben sich die Aufgaben der Bundeswehr stark verändert.
Dem muss sich auch die Truppe anpassen - in Bezug auf Ausstattung, Personalstärke, Standorte, Ausbildung und vieles mehr. Wir, die SPD des Wartburgkreises erwartet, dass die anstehenden Standortfragen transparent und ergebnisoffen diskutiert werden.
Ein aktuelles Papier des Bundeskanzleramtes lässt allerdings Schlimmes befürchten. So sollen weit mehr Standorte in der Fläche geschlossen werden, als Minister zu Guttenberg bisher beabsichtigt.
Der Bundeswehrstandort Bad Salzungen hat das Leben sowohl der Kur- und Kreisstadt, als auch im ganzen Wartburgkreis seit der Wende geprägt und ist ein fester Bestandteil der Region.
Das Verhältnis zwischen den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Bad Salzungen und des Wartburgkreises zu ihren Soldatinnen und Soldaten ist hervorragend und von gegenseitigem Respekt geprägt.
Die Bürgerinnen und Bürger in Uniform gehören zum selbstverständlichen Stadtbild. Dieses zeigt sich auch durch eine stets rege Teilnahme der Einwohner am Standortleben, beispielsweise bei Gelöbnissen und Tagen der offenen Tür.
Die Soldatinnen und Soldaten fühlen sich in der Region wohl. Die Akzeptanz ist beispielhaft.
Die Lebensbedingungen in Bad Salzungen sind für die Soldatinnen und Soldaten optimal. Eine gut ausgebaute Infrastruktur mit einem vielfältigen Schulangebot, umfangreichen Kinderbetreuungseinrichtungen, einer guten medizinischen Versorgung und reichhaltigen Kultur-, Sport- und Freizeit-Angeboten garantieren den Soldatinnen und Soldaten sowie ihren Angehörigen ein hohes Maß an Lebensqualität.
In den Jahren nach der Wende wurde in die Werratalkaserne mit einem Aufwand von rund 120 Millionen Euro der Standort saniert und modernisiert.
Der benachbarte Übungsplatz ist ein weiterer Pluspunkt für den Standort Lediglich durch ein Tor von der Kaserne getrennt, bietet er optimale Bedingungen.
Nach diesen hohen Investitionen wäre eine Schließung des Standortes den Steuerzahlern nicht zu vermitteln.
Ein Wegfall von mehr als 2200 Dienstposten in der Werratalkaserne und den damit verbundenen weiteren Verlust an Arbeitsplätzen wäre für den Landkreis sehr schwer zu verkraften.
Gerade der Raum Bad Salzungen ist wie die gesamte Region besonders von Abwanderung und Bevölkerungsrückgang betroffen.
Ein möglicher Rückzug staatlicher Einrichtungen hätte nicht nur fatale Signalwirkungen, sondern auch gravierende Auswirkungen auf die Existenzfähigkeit öffentlicher und kommunaler Einrichtungen.
Auch der Bund ist aufgerufen, hier Verantwortung zu zeigen und sich zum ländlichen Raum zu bekennen.
Aus den genannten Gründen fordern wir, der SPD Kreisverband die SPD Kreistagsmitglieder und die SPD Bad Salzungen den Erhalt des Bundeswehrstandorte Bad Salzungen mit all seinen Dienstposten.