
Auf der Delegiertenkonferenz am 22.10.2015 in Mühlhausen haben wir folgende Resolution verabschiedet, mit der wir uns zur aktuellen Lage der Flüchtlinsfrauen positionieren:
RESOLUTION DER ASF THÜRINGEN
„Unsere oberste Priorität ist es, dass Flüchtlingsfrauen und Mädchen nicht zu den Verliererinnen von Flucht und Integration werden. Die Situation von Frauen wird in der aktuellen politischen Debatte zu oft vergessen.“
Die ASF Thüringen fordert die Thüringer Landesregierung auf:
- Das im Grundgesetz verankerte Asylrecht darf nicht weiter ausgehöhlt werden.
- Frauen und Mädchen haben andere Fluchtgründe und erleben auch auf ihrer Flucht oft geschlechterspezifische Diskriminierung und sexualisierte Gewalt. Das muss in der Flüchtlings- und Asylpolitik des Landes Thüringen mitgedacht werden.
- Die Ursachen von Flucht und Vertreibung müssen auch vor Ort bekämpft werden. Dabei kommt der Rolle der Frau vor Ort, die Bildungschancen von Mädchen und Frauen, ihre Chancen zu persönlicher materieller und sexueller Unabhängigkeit und die Frage nach selbstbestimmten Leben eine besondere Bedeutung zu.
- Für Geflüchtete müssen langfristige Perspektiven geschaffen werden.
- Wir unterstützen die Forderungen des Landesfrauenrates Thüringen und fordern mit Nachdruck die Berücksichtigung der bestehenden Unterbringungs- konzepte zur Gewaltprävention auch in der Flüchtlingspolitik. Geflüchtete Frauen und deren Kinder müssen den besonderen Schutz einer Gesellschaft erhalten. Sie haben ein Recht darauf, in einer gewaltfreien Umgebung den Neuanfang nach Flucht und Vertreibung zu wagen.










