v.li.: Dr. J. Scheringer-Wright (Linke), Regine Kanis (SPD) und Stefan Baldus (Bauernverband)
In der Fachschule für Landwirtschaft in Stadtroda fand am 3. Juli eine Podiumsdiskussion zur Agrarpolitik in Thüringen statt. Eingeladen hatte der Thüringer Bauernverband e.V. die Fraktionen im Thüringer Landtag, um sich zu den agrarpolitischen Forderungen der Bauern zu äußern. In einem drei Minuten Statement machte jeder die Position seiner Partei deutlich, bevor es in die Diskussionsrunde ging. Bis auf die Grünen-Fraktion waren alle vertreten.
„Die Entwicklung des ländlichen Raums hängt eng mit den landwirtschaftlichen Betrieben zusammen. Sie sind Arbeitgeber und Erzeuger heimischer Produkte,“ betonte Regine Kanis. Dabei sei die Balance zwischen Qualität und Wirtschaftlichkeit sehr wichtig. „Die Agrargenossenschaften und privaten landwirtschaftlichen Betriebe haben alle ihren Weg gefunden, um mit qualifiziertem Personal hervorragende Produkte herzustellen und sich meist auch ein zweites Standbein im Energiesektor aufzubauen,“ lobt die SPD-Landtagsabgeordnete. Diskutiert wurde auch über das Thema Tierschutz. „Ich kenne keinen Bauern, der seine Tiere absichtlich quält. Sie wissen, wie wichtig ihr Ruf ist und dass sie sich sonst ihre eigene Basis abgraben. Aber schwarze Schafe gibt es leider überall.“