Ältester Landkreis Thüringens, Geburtenrückgang, sinkende Schülerzahlen, hohe Übertrittsqoute zum Gymnasium, Abwanderung von jungen Frauen, kein Geld im Stadtsäckel - aber zwei Regelschulen für Rudolstadt?
Dass beide Rudolstädter Regelschulen gerade einmal zu 60% ausgelastet sind, Tendenz sinkend, stimmt die Kreis-Jusos nachdenklich. "Dass die Schwarzaer ihre Schule erhalten wollen, ist durchaus verständlich.", so die Juso-Kreisvorsitzende Katrin Franke, die selbst die Doebereinerschule besuchte. "Aber müssen wir nicht realistisch sein? Seit geraumer Zeit stehen Kürzungen in etlichen Bereichen des Haushalts der Stadt Rudolstadt an. Eine entsprechende Sanierung des Stadthaues ist immer wieder fraglich, über Schließung von Jugendclubs wird diskutiert, bei KITAs fehlt das Geld, um Spielgeräte instand zu halten." Haben denn ein Teil der Stadträte die Lage immer noch nicht erkannt? Der kleinkarierte Krieg zwischen Schwarzaern und Rudolstädtern sollte endlich aufhören. Die Jusos fordern daher alle Stadträte auf, sich konsequent für das Gemeinwohl der Stadt einzusetzen. Zwei nicht ausgelastete Regelschulen kann sich in Rudolstadt niemand leisten.