Die TLZ berichtete am 29. September gleich zweimal über den Uhlstädter Kienbergkreis.
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Die TLZ berichtete am 29. September gleich zweimal über den Uhlstädter Kienbergkreis.
Kienbergkreis unterstützt den SPD-Chef
Erfurt/Uhlstädt. (tlz/elo) Der neu gegründete Kienbergkreis in der Thüringer SPD will Zukunftsstrategien für die Landespartei entwickeln. Zudem soll Parteichef Christoph Matschie unterstützt werden. Wie sich die Partei jetzt darstellt, hat sie politisch keine Zukunft", sagte der SPD-Ortsvereinsvorsitzende von Uhlstädt (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt), Bernd Schuhmann, der TLZ. Er gehört mit vier weiteren Mitstreitern zu den Gründern des Kienbergkreises. Selbstkritisch solle zunächst die Situation der SPD im Freistaat nach der schweren Schlappe bei der Landtagswahl im Juni dieses Jahres analysiert werden. Die SPD müsse geschlossener auftreten und sich intern nicht selbst schwächen, so Schuhmann.
29.09.2004
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Ein Fan-Club für den Vorsitzenden
Erfurt/Uhlstädt. (tlz) Die örtlichen Genossen saßen im Garten und prosteten sich zu. Es war das Sommerfest des SPD-Ortsvereins Uhlstädt, doch nicht überall wollte rechte Feierlaune aufkommen.
Immerhin hatte die Landespartei einen weiteren Absturz bei der Landtagswahl erlebt. Mit nur 14,5 Prozent der Stimmen war einige Wochen zuvor das miserable 99er Ergebnis (18,5 Prozent) nochmals unterboten. Was folgte war eine Hängepartie um den Partei- und künftigen Fraktionsvorsitzenden, der - als er sich nach tagelangem Zaudern endlich entschieden hatte - gleich wieder von den so genannten Parteifreunden abgewatscht wurde. Noch nicht einmal 60 Prozent der Fraktionäre wählten Christoph Matschie zum Chef, obwohl doch zuvor alle ihre Unterstützung zugesichert hatten.
Unter diesem Eindruck und mit dem Blick auf den heimischen Hügel, der sich 320 Meter über dem Meeresspiegel in die Höhe reckt, beschlossen die Uhlstädter Sozialdemokraten, dass endlich etwas geschehen müsse. Sie erinnerten sich an legendären Seeheimer Kreis, der die SPD-Politik der 80er Jahre prägte - und gründeten den (momentan fünf Mann starken) Kienbergkreis. Dessen Ideen soll die SPD des Landes fit für künftige Aufgaben machen.
"Was nach der Wahl gelaufen ist, das war beschämend"
Und er soll Matschie "dezent unterstützen", wie es Bernd Schuhmann nennt. Eine Art Fan-Club für den Vorsitzenden. Schuhmann ist Ortsvereinsvorsitzender in Uhlstädt und einer der Initiatoren des Kienbergkreises. "Was da nach der Wahl mit Christoph Matschie gelaufen ist, war beschämend", sagt der 55-Jährige. Er wird jetzt immer noch wütend, wenn er an die internen Machtkämpfe des Sommers denkt. So etwas müsse aufhören und eine klare Linie gezogen werden. Im Zentrum von Schuhmanns Kritik steht der ehemalige Landesvorsitzende Richard Dewes. Der hatte Matschie nach der herben Wahlschlappe als erster - zunächst öffentlich - kritisiert. Danach folgte die teils fast konspirative Arbeit in den kleineren Zirkeln der Parteibasis. Die Thüringer SPD drohte sich an der wieder offenen Machtfrage aufzureiben.
"Der verschießt die Pfeile von hinten", sagt Schuhmann zur Person Dewes. Der richtige Mann an der Parteispitze sei Matschie. Damit dies ein für alle Mal geklärt werde, sollten beide auf dem Parteitag Ende Oktober gegeneinander kandidieren.
Zuvor jedoch wollen die Kienberger das Problem akademisch angehen. Am 7. Oktober haben sie im Sport und Vereinszentrum Uhlstädt zu einer Podiumsdiskussion geladen, an der unter anderem der Jenaer Politikwissenschaftler Torsten Oppelland teilnehmen wird. Thema der Veranstaltung ist eine heikle Frage: "Zerbricht die Thüringer SPD?"
29.09.2004 Von Elmar Otto
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In Uhlstädt Diskussion zur Zukunft der Landes-SPD
"Kienbergkreis" will Matschie unterstützen Uhlstädt (OTZ/TS). "Zerbricht die Thüringer SPD?" ist das Thema einer Podiumsdiskussion, bei der es morgen Abend ab 19.30 Uhr im Sport- und Vereinszentrum Uhlstädt um die Zukunft der Sozialdemokraten im Freistaat gehen soll.
Als Gesprächspartner hat sich der erst kürzlich gegründete "Kienbergkreis in der Thüringer SPD" Prominenz eingeladen. Aus Jena reisen der Politikwissenschaftler Dr. Torsten Oppelland und der Kreisvorsitzende Dr. Albrecht Schröder an. Aus dem Kreis Saalfeld-Rudolstadt kommen LEG-Geschäftsführer Frank Krätzschmar und der ehemalige AfA-Landesvorsitzende Jürgen Völkerling. Vervollständigt wird die von den Journalisten Frank Heunemann und Oliver Will moderierte Runde durch den Chefredakteur der Südthüringer Zeitung, Berthold Dücker.
Woher der Wind beim "Kienbergkreis" weht, ist für Kenner der Thüringer SPD bereits an der Zusammensetzung des Podiums zu erkennen. So gelten sämtliche sozialdemokratischen Diskutanten als Unterstützer von Landeschef Christoph Matschie, dem der Wind zuletzt heftig um die Nase pfiff.
Uhlstädts SPD-Ortsvereinschef und Kienbergkreis-Mitbegründer Dr. Bernd Schuhmann macht denn auch keinen Hehl aus den Absichten des zunächst fünf Mitglieder zählenden Kreises. Es sei beschämend gewesen, wie nach dem für die SPD bitteren Landtagswahlergebnis im Sommer (14,5 Prozent) mit Matschie umgegangen worden sei. Dem Landesvorsitzenden aus Jena müsse der Rücken gestärkt werden.
Einer, dem immer wieder nachgesagt wird, er agiere gegen Matschie, ist der frühere SPD-Innenminister Dr. Richard Dewes. Ob er heute bei der öffentlichen Diskussion in Uhlstädt dabei ist, wird mit Spannung erwartet. Auf jeden Fall hat der frührere Saarländer für Freitag schon mal zur Eröffnung seiner Kanzleiräume in Bechstedt eingeladen. Zufälle gibt?s.
05.10.2004
Homepage SPD Saalfeld-Rudolstadt
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