Wir wollen, dass der Eichplatz bebaut wird. Der Eichplatz war immer bebaut. Er wurde erst im Krieg und später von sozialistischen Stadtplanern zerstört. Diese Lücke empfinden wir Jenaer als schmerzlich.
Jena hat mit den noch freien Plätzen Eichplatz und Inselplatz das Glück und damit auch die Chance, notwendige urbane Entwicklungen innerstädtisch lösen zu können. Hiermit werden wertvolle Flächen in schützenswerten Außenbereichen geschont. Erholungs-, Weide,- Acker-, und Obstbauflächen bleiben uns somit erhalten.
Wir wollen, dass der Eichplatz nach folgenden Kriterien bebaut wird:
• Es ist dafür Sorge zu tragen, dass eine der Stadt Jena angepasste Kleinteiligkeit und Materialauswahl der Fassaden erreicht wird. Blickbeziehungen und Raumbildung sind gesondert zu beurteilen. Jegliche Monotonie muss vermieden werden. Wir wollen eine harmonisch gestaltete, lebenswerte Stadt und keine Betonklötze.
• 20% der Gesamtbruttogrundfläche der Baufelder MK 2 und MK 3 sind für den Wohnungsbau festzuschreiben. Vorschläge von Investoren, die deutlich mehr Wohnraum schaffen wollen, sollen bevorzugt berücksichtigt werden.
• Der neue Eichplatz muss städtebaulich attraktiv gestaltet werden, es müssen Erholungs- und Spielflächen eingeplant werden. Die Platzgestaltung ist nach einem auszulobenden Architektenwettbewerb zu realisieren.
• Die Straßenführung muss so gestaltet werden, dass sie für Fußgänger und Radfahrer gleichermaßen vorteilhaft wird. Die Einfahrten für die Tiefgaragen sollten so platziert werden, dass das neue Areal weitestgehend (ausgenommen Lieferverkehr u.ä.) autofrei wird.
• Es muss eine qualitative Verbesserung des Einzelhandelsangebotes erreicht werden.
• Dachlandschaften sind von technischen Ausstattungen freizuhalten und, sofern es technisch möglich ist, zu begrünen.
• Bei den Auswahlverfahren muss der allergrößte Wert auf städtebauliche und architektonische Qualität gelegt werden. Die Realisierung sollte von fachkundigen und interessierten Bürgern begleitet werden.
Wir werden auch in Zukunft mit Veranstaltungen und Aktionen den weiteren Planungsprozess begleiten, so dass Mitglieder und interessierte Bürger der Stadt sich informieren und ihre Wünsche an die SPD-Fraktion und die Stadtverwaltung formulieren können.