Die Juso-Hochschulgruppe lädt am 17.01.08 um 19 Uhr in den Hörsaal 7 in der Carl-Zeiss-Straße 3 zur Podiumsdiskussion
"Generation Praktikum" - Folgt nach dem Studium die Ausbeutung? ein.
Die Generation Praktikum wurde 2005 in der Zeit das erste Mal als ein weit verbreiteter Missstand beschrieben: Hochschulabsolventen, die nach ihrem Studium noch monate- und jahrelang in unbezahlten Praktika arbeiten ohne jede mittelfristige Perspektive auf eine bezahlte Festanstellung. Die Ausbeutung
junger Menschen als Massenerscheinung entfachte daraufhin eine politische Debatte die sich in den Tageszeitungen, durch Ankündigungen der Bundesregierung aktiv zu werden und zwei Online-Petitionen
des DGB und fairwork e.V. mit insgesamt 107000 TeilnehmerInnen im Jahr 2006 niederschlug.
Im April 2007 wurde eine Studie des Hochschul-Informations-Systems (HIS) veröffentlicht, die beweisen will, dass dauerhafte Praktika nach dem Abschluss kein Massenphänomen seien.
DGB und fairwork e.V. geben sich deswegen aber nicht geschlagen und beharren auf ihrer Einschätzung der Lage.
Der Titel der Diskussion „Mythos oder reales Elend“ soll also auf das Anliegen der Diskussion die Hintergründe der „Generation Praktikum“ zu beleuchten, hinweisen. Zugleich soll in der Diskussion darüber
debattiert werden, welche rechtlichen Ansprüche Praktikanten jetzt schon zustehen und inwiefern sich darüber hinaus politischer Handlungsbedarf ergibt.
Die Gäste im Podium sind:
Katja Derer, Jugendbildungsreferentin des DGB Thüringen
Prof. Dr. Klaus Dörre, Lehrstuhl für Arbeits-, Industrie- und Wirtschaftssoziologie an der FSU
Stefan Rienecker, Rechtsanwalt in der Kanzlei Halm & Presser, Neunkirchen/ Bechstedt