Nachdem in den letzten Tagen bekannt wurde, dass die Mobilen Beratungsteams in Thüringen (MOBIT) nur noch mit einer kurzfristigen Projektförderung rechnen können und damit faktisch vor dem Aus stehen, sieht der Landesvorsitzende der Jusos Thüringen, Peter Metz, die Landesregierung genauso in der Pflicht wie die Bundesregierung:
?Ob MOBIT weitergefördert wird, darf nicht zur Debatte stehen.
Die Teams leisten in Thüringen hervorragende und anerkannte Arbeit. Natürlich ist die Landesregierung in der Verantwortung.? Metz sieht die Erfolge insbesondere im langfristigen und stetigen Engagement MOBITs begründet.
Weil nun aber das neu aufgelegte Bundesprogramm Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie nur noch eine anlassbezogene zwei- bis dreimonatige Förderung von Kriseninterventionsteams vorsieht, sieht er die bisher geleistete Arbeit gefährdet. ?Das Problem des ausufernden Rechtsextremismus ist in Thüringen nicht gelöst ? ganz im Gegenteil?, meint Metz und verweist exemplarisch auf die Infostände der NPD und das Treffen ihrer Jugendorganisation am letzten Wochenende.
?Wir werden auch mit Vertreterinnen und Vertretern der Bundesregierung in Kontakt treten und dafür kämpfen, dass sie sich nicht aus der Strukturfinanzierung zurückziehen.?