Ernst Kranz, MdB und Sabine Doht, MdL mit Gerd Andres Auf Einladung der Landtagsabgeordneten Sabine Doht (SPD) weilte der Parlamentarische Staatssekretär aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit, Gerd Andres, zu einer Gesprächsrunde in Wutha-Farnroda.
Unter dem Thema „Was bringt uns die Agenda 2010“ erläuterte er die seinen Fachbereich betreffenden Veränderungen. Ausgehend von der demografischen Entwicklung führte er den Zuhörern sehr deutlich die Notwendigkeit von Änderungen bei den bestehenden Sozialsystemen vor Augen. Er forderte den Sozialstaat stärker vom Faktor Arbeit abzukoppeln.
Darüber hinaus sprach er sich für mehr Investitionen in die Bildung aus. Deutschland als rohstoffarmes Land könne wirtschaftlichen Fortschritt und damit Wohlstand nur durch seine Menschen erreichen.
Sabine Doht verwies in diesem Zusammenhang auf die Bildungsoffensive der Thüringer SPD, welche ein gemeinsames Lernen bis zur 8. Klasse beinhaltet.
Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen, dass Integration bessere Ergebnisse bringt als die bei uns praktizierte Auslese nach der 4. Klasse.
Die anschließende Diskussion zu den Maßnahmen der Agenda 2010 und zur Ausbildungsumlage verlief zum Teil kontrovers aber sehr sachlich.
Für ein aufeinander Zugehen von SPD und Gewerkschaften sprach sich Ralf Helbig, Betriebsratsvorsitzender bei Bosch, aus.