"Paradies"-Uni muss noch stark zulegen

Veröffentlicht am 16.11.2007 in Allgemein

Gestern Abend wurde an der FSU Jena durch die Universitätsleitung in einer Auftaktveranstaltung der Startschuss für die Kampagne "Studentenparadies Jena" gegeben. Die Juso-Hochschulgruppe an der FSU Jena möchte in diese Euphorie der Initiatoren vorerst nicht mit eintreten.

"Es ist zu begrüßen, dass sich die Universität und die Stadt Jena mehr um die Belange der Studierenden kümmern möchten. Aber ob dies mehr als eine bloße Absichtserklärung oder gar ein Marketing-Gag ist, muss sich noch zeigen. Auf jeden Fall ist die Vorstellung ein "Paradies für Studierende" zu erreichen ein Ziel, das viel zu hoch angesetzt ist", so Hagen Schmidt, Sprecher der Juso-Hochschulgruppe.

In den bisher bekannt gewordenen Plänen, finden sich größtenteils nur Ausführungen zu den vermeintlichen Vorzügen des Status Quo. Die Lehrsituation in Jena ist aber auch nicht viel besser als an anderen Hochschulen. Überfüllte Seminare, zu denen nicht jede/r belegungswillige Studierende Zutritt bekommt, sind auch in Jena an der Tagesordnung. Die Umstellung auf die neuen Bachelor - Studiengänge bzw. die Modularisierung hat auch in Jena teilweise für große Unklarheiten über die Möglichkeiten und Verpflichtungen bei der Studiengestaltung gesorgt. Zudem führt ein teilweise äußert hoch bemessener Arbeitsaufwand und eine hohe Prüfungsdichte zu einem enormen Studienstress.

"Aber gerade hier gilt es auch anzusetzen und die Universität muss sich ermahnt fühlen, die Umstrukturierung der Studiengänge unter starker Einbeziehung der Studierenden selbst, umzusetzen. Zugleich muss man das Selbstbewusstsein haben, von der Politik die nötigen finanziellen Mittel einzuforden, um mehr Dozierende einzustellen", so Erik Bodenstein, ebenfalls Sprecher der Juso-Hochschulgruppe.

Doch gerade bei der Frage, wer die Verbesserung des Studiums finanzieren soll, zwingt sich die Frage nach dem Verhältnis der "Paradies-Uni" zu den 50 Euro Verwaltungskostenbeitrag, die jede/r Studierende zahlen muss, auf.
Die Universitätsleitung brüstet sich damit, demnächst 100 zusätzliche Tutoren einstellen zu wollen. Eine zusätzliche Einstellung von Tutoren wurde bis vor Kurzem mit dem Argument abgebügelt, es sei zu wenig Geld
da. Die Annahme, dass die Tutoren durch die Mehreinnahmen über die Verwaltungskostenbeiträge finanziert werden, liegt nahe.

"Eine solche Lösung, in der Studierende für ihr eigenes "Paradies" zahlen, halten wir für zynisch. Zynisch ist das, weil Studiengebühren, zu denen auch Verwaltungskostenbeiträge gehören, sozial Schwächere stärker belasten
und von Bildung ausschließen. Eine "Paradies-Uni" sollte den Hochschulzugang aber nicht von finanziellen Kriterien abhängig machen", so Hagen Schmidt.
Erik Bodenstein erklärt abschließend: "Wir fordern die "Paradies-Uni" auf, die 25 Euro des Verwaltungskostenbeitrages über die sie frei verfügen kann, den Studierenden als Zuschuss zum Semesterauskommen wiederzugeben. Denn die "Paradies-Uni" muss noch stark zulegen, aber nicht auf Kosten des Geldbeutels der Studierenden!"

 
 

Homepage Juso-HSG Jena

SPD Thüringen aktuell:

SPD Thüringen
Die beschlossenen Maßnahmen sind zu begrüßen und vor allem konkret. Eine Senkung der Spritpreise um 17 Cent ist eine spürbare Entlastung. In einem Flächenland wie Thüringen ist bezahlbare Mobilität besonders wichtig.

04.03.2026 13:01
Wandel braucht Sicherheit.
Ein Gastbeitrag von Elisabeth Kaiser, der Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland

Am 26. April wird im Amt Creuzburg das Bürgermeisteramt gewählt. Anfang Februar hat der SPD-Ortsverein seinen Kandidaten auf einer Mitgliederversammlung nominiert.

Zur Homepage der SPD Thüringen

Neues aus dem Landtag:

SPD-Fraktion Thüringen

PRODUCT

Design

Content

Publish

RESOURCES

Blog

Careers

Docs

About

COMMUNITY

Join

Events

Experts

Leider gibt es die gesuchte Seite nicht oder nicht mehr.

Es ist etwas schief gelaufen.

Jetzt für unseren Newsletter anmelden!