Ein eindeutiges Bekenntnis der SPD zu OPEL, diese Botschaft nahm Reinhard Schäfer, Betriebsratsmitglied von Opel Eisenach und als Parteiloser auf der Liste der SPD für den neuen Eisenacher Stadtrat kandidierend, ebenso wie Opelaner aus Rüsselheim und Kaiserslautern, von einer Betriebsräte-Konferenz der SPD-Bundestagsfraktion im Berliner Reichstagsgebäude mit. SPD-Vorsitzender Franz Münterfering ließ keinen Zweifel, „Opel wird, unter welchen Konstellationen auch immer das europäische Unternehmen hervorgehen wird, auf die Hilfe der SPD bauen können. Die Traditionsmarke wird nicht untergehen."
Über 300 Betriebs- und Personalräte aus allen Branchen und allen Teilen Deutschlands waren der Einladung der SPD-Bundestagsfraktion gefolgt. Der von Andrea Nahles geleiteten Tagung wohnten mehrere Minister, Staatssekretäre und Abgeordnete (Olaf Scholz, Peter Struck, Franz Münterfering, Klaus Brandner u.a.m) bei.
Olaf Scholz sprach über die bisher erreichte Verlängerung des Kurzarbeitergeldes sowie über die Planung, dieses sogar bis zu 24 Monate zu zahlen. Die berufliche Bildung war ein Thema. „Es soll ohne großen Papierkrieg möglich sein, auch bereits gut ausgebildete Facharbeiter weiterzubilden. Dazu können die Betriebe auch eigene Bildungsträger nutzen, selbst wenn diese kein (sonst übliches) Zertifikat dazu haben“, notierte sich Reinhard Schäfer aus dem Opel-Werk Eisenach. Weitere für ihn wichtige Aussagen: „Berufsausbildung darf nicht reduziert werden. Berufsausbildung ist die wichtigste Ausbildung im Leben. Deutschland als Exportweltmeister muss auch die betriebliche Mitbestimmung in den Unternehmen exportieren.“
SPD-Parteichef Franz Müntefering habe, so Reinhard Schäfer, eine hoch emotionale Rede über die Ursachen der Krise und über die Arbeit innerhalb der Großen Koalition gehalten. Franz Müntefering habe beispielsweise ein TÜV für Finanzprodukte gefordert.
Heinrich Alt, Vorstand der Agentur für Arbeit, sprach über die Möglichkeiten, Beschäftigten und Unternehmen während der Krise zu helfen. Er gab einen Überblick über die Finanzsituation der Agentur, die noch im vergangenen Jahr 16,8 Mrd. € Rücklagen verzeichnet habe, doch in diesem Jahr werde die Finanzausstattung der Agentur für Arbeit nicht ausreichen.
Fachkompetenz und Sachlichkeit habe die Diskussionsrunden mit den Betriebs- und Personalräten geprägt. „Durch die verschiedenen Branchen reichte das Spektrum von Problemen der Kommunen mit dem Konjunkturpaket II bis zum Mindestlohn bei den Briefzustellern“, berichtet Reinhard Schäfer. Die Tagungspausen nutzte das Betriebsratsmitglied von OPEL Eisenach zu intensiven Vier- und Mehr-Augen-Gesprächen, wie mit Staatssekretär Klaus Brandner. „Dieser hat für OPEL Eisenach immer ein offenes Ohr und war auch schon bei uns in Eisenach im Werk“, unterstreicht Reinhard Schäfer. Stets eingebunden in die Gespräche über OPEL Eisenach war der SPD-Bundestagsabgeordnete der Region, Ernst Kranz. „Eine überaus gelungene Veranstaltung unter dem Motto Schutzschirm für Beschäftigung“, bilanzierte Reinhard Schäfer und hofft auf weitere intensive Kontakte zwischen der SPD-Bundestagsfraktion und den Betriebs- und Personalräten. „Von einander wissen, bringt beide Seiten voran“, so Reinhard Schäfer