Jusos fordern klare Position von der Parteispitze zu Rente mit 67
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Jusos fordern klare Position von der Parteispitze zu Rente mit 67
Die Jusos Thüringen begrüßen die Absicht der SPD-Spitze, die bereits im Bundestag beschlossene, schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalter ab dem Jahre 2012 eventuell wieder zurück zu nehmen.
Wie Andrea Nahles, Mitglied des SPD-Präsidiums, heute der Zeitung „Neue Presse“ mitteilte, wolle man von der Ausstiegsklausel Gebrauch machen, nach der die Regierung 2010 überprüfen muss, ob die Entwicklung der Arbeitsmarktlage sowie die wirtschaftliche Situation älterer ArbeitnehmerInnen ein Renteneintrittsalter ab 67 Jahren überhaupt zulässt.
Schon vor der Aufnahme der Regelungen in den Koalitionsvertrag und vor entsprechenden Beschlüssen im Bundestag äußerten die JungsozialistInnen Bedenken gegen die Anhebung des Renteneintrittsalters.
„Die Rente ab 67 ist nicht nur unsozial, sie ist bei rund 3,9 Mio. Arbeitslosen in Deutschland auch wirtschaftspolitisch nicht zu rechtfertigen.“, kommentierte Peter Metz, Landesvorsitzender der Jusos Thüringen, die Absichten der Großen Koalition.
Martin Margraf, wirtschafts- und sozialpolitischer Sprecher der Jusos Thüringen, erklärt: „Statt auf solch banale Instrumente wie die Rente ab 67 zurück zu greifen, sollte die Regierung lieber dafür Sorge tragen, mehr Menschen in sozialversicherungspflichtige Jobs zu bringen. Deshalb fordern die Jusos Thüringen eine kritische Auseinandersetzung über den Ausbau des Niedriglohnsektors. Wir setzen auf die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns, welcher auch positive Effekte für die Finanzierung der Sozialsysteme mit sich bringen würde.“
Weiterhin fordert der SPD Nachwuchs eine neue Diskussion über die Verkürzung der Lebens und Wochenarbeitszeit.
„Auch kommunale Arbeit kann ein gutes Mittel sein, allerdings muss es akzeptierte und gut bezahlte Arbeit sein.“. so Metz
Die JungsozialistInnen werden sich kritisch mit dem Modell der Bürgerarbeit auseinandersetzen.
"Wir würden es begrüßen, wenn sich Andrea Nahles auf Jusopositionen zurückbesinnt und der Rente mit 67 eine klarere Absage erteilt. Einen Schritt in die richtige Richtung hat sie bereits vollzogen.", so metz abschließend.
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