Geschäftsführender Kreisvorstand; Photo: Lutz Prager Am Freitag den 21.09. erschien in TLZ und OTZ nachfolgender Artikel. Autor: OTZ Redakteur Lutz Prager.
Zuhören und nicht Besserwisser sein. Können das Politiker überhaupt? Der SPD-Kreisverband will genau das ausprobieren. In Vorbereitung der Bundestagswahl 2013 starten die Jenaer Sozialdemokraten am kommenden Montag den »Bürgerdialog«.
»Wir wollen auf die Jenaer zugehen und uns anhören, was sie bedrückt, was sie der Politik in unserem Lande zu sagen haben und von ihr erwarten«, sagt Kreisvorsitzender Jörg Vogel. Diese erste Phase läuft bis zum 9. Dezember. Mitglieder des Kreisvorstandes und aus den Ortsvereinen werden Altenheime, Kindereinrichtungen oder das Jenaer Bündnis für Familie besuchen, um »zuzuhören«. Anfang 2013 soll es Bürgerforen zu speziell auf Jena zugeschnittenen Themen geben, etwa zur Entwicklung der Universität oder zum Klinikum. »Die Anregungen und Wünsche der Bürger sollen sich im Juni 2013 im Bundestagswahlprogramm der Bundes-SPD wiederfinden«, sagt Vogel. Teilnehmen an der »Zuhören«-Phase kann jeder Bürger über Postkarten, die in verschiedenen Einrichtungen ausliegen werden und über den Internet-Auftritt des Kreisverbandes Jena.
Wen die SPD den Bürgern als Einzelkandidat für den Bundestag zur Wahl stellen will, entscheidet sich am 15. Dezember. Die Kreisverbände Jena, Gera und Saale-Holzland, die zum Wahlkreis 194 gehören, müssen sich dann auf eine gemeinsamen Kandidaten verständigen. Aus Jena hat bereits Volker Blumentritt offiziell seine Kandidatur bekannt gegeben. Jörg Vogel, dem ebenfalls Ambitionen nachgesagt wurden, tritt nach eigener Aussage nicht an. Aus den Kreisverbänden Gera und Saale-Holzland-Kreis gibt es noch keine Namen. »Wenn pro Kreisverband je zwei innerparteiliche Kandidaten zur Wahl stünden, fände ich das gut«, sagt Kreisvorsitzender Vogel.