Nahversorgung in den Westvororten: Weitere Diskussionen notwendig

Veröffentlicht am 27.04.2016 in Stadtrat

Die SPD-Fraktion befürwortet eine erneute öffentlichen Auslegung des Planentwurfes Nahversorgung Westvororte, bei der alle Bürgerinnen und Bürger und die Träger öffentlicher Belang nochmals Gelegenheit erhalten, ihre Einwendungen vorzubringen.

Leider muss der Stadtrat dazu den Planentwurf des Netto-Marktes auch billigen, was der SPD-Fraktion schwer fällt, sagt Bauausschussmitglied Heiner Fritzsche.

Etliche Bewohner von der Scheibe machen sich Sorgen, ob ihre Versorgung mit Lebensmitteln, Arzneimitteln u.ä. später weiterhin funktioniert. Viele sind in hohem Alter und nehmen den Heimbringedienst des dort befindlichen Nahversorgers der Familie Knobloch gern in Anspruch. Das ist allemal besser als eine Heimunterbringung.

„Wir als Sozialdemokraten nehmen diese Sorgen ernst. Und nicht nur wir sollten das tun“, denkt Fritzsche. „Wir erwarten das von der Stadtverwaltung, genauso wie von der Wohnungsbaugenossenschaft Union als großem Vermieter dort, auch vom Investor des Netto-Marktes und nicht zuletzt vom Ortsteilrat Westvororte.“

Das offenbar zerrüttete Verhältnis des Ortsteilbürgermeisters und des Ortsteilrates zu den Bewohnern der Scheibe gebe kein gutes Bild. „Sind die Interesseunterschiede auch groß, so erwarte ich doch, dass diese im Ortsteilrat offen besprochen werden und nicht wie in der letzten Ortsteilratssitzung, in der ich anwesend war, auf eine stattgefundene nichtöffentliche Beratungen verwiesen und abgestimmt wird“, gibt Fritzsche zu bedenken.

„Ich habe durchaus Sympathien mit dem örtlichen Versorger an der Scheibe, weil er für viele fußläufig erreichbar ist und offenbar guten Service bietet.“ Immer öfter gebe es die Situation, dass Einkaufsmärkte besonders autoverkehrsfreundlich errichtet werden und sich die fußläufige Erreichbarkeit verschlechtert.

Der Stadtrat könne aber nicht immer alle Erwartungen von jedem erfüllen. Es sei nicht die Aufgabe der Stadt, dem Geschäft an der Scheibe Konkurrenz fern zu halten. „Der Stadtrat ist kein wirtschaftsleitendes Organ“, betont Fritzsche. Und schließlich liege ein einstimmiges Ergebnis des Ortsteilrates für den Plan vor. Dabei liegt der Bau des Netto-Markt offenbar nicht allein im Investoreninteresse, sondern viele Bürgerinnen und Bürger in den Westvororten wünschen sich den neuen Markt.

Bei der Abstimmung über den Bebauungsplan seien in erster Linie städtebauliche Belange zu berücksichtigen. Und da gäbe es beim vorliegenden Plan noch einige offene Punkte. Das beginne dabei, ob der Markt tatsächlich die Bebauung abrundet, gehe über die noch unzulängliche Verkehrsanbindung an der dann entstehenden Kreuzung, besser wäre ein Kreisverkehr, bis hin dazu, dass der Parkplatz bisher als kahle, unbegrünte Fläche vorgesehen sei. Auch liege dem Stadtrat das Einzelhandelsgutachten, auf das im Plan Bezug genommen wird, nicht vor, deshalb sei die von ihm abgefordert worden, so Fritzsche.

Schließlich wäre es vielen in den Westvororten wohl am liebsten, wenn sowohl in den Markt an der Scheibe investiert und dieser erhalten bleibt, als auch der Netto-Markt kommt. Ob das ein Traum ist, habe nicht allein der Stadtrat zu entscheiden, alle seien gefragt, sich am Verfahren zu beteiligen und auch mit Ihrem Einkaufsverhalten Einfluss zu nehmen, so Fritzsche abschließend.

 
 

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