
Lineal und Bleistift, waren unersetzliche Utensilien am 07. Mai 1989, diese waren nötig, um rechtmäßig einen Stimmzettel mit NEIN zu kennzeichnen.
Der 07. Mai 1989 war eine Zäsur im politischen Leben und im Alltag der DDR.

Lineal und Bleistift, waren unersetzliche Utensilien am 07. Mai 1989, diese waren nötig, um rechtmäßig einen Stimmzettel mit NEIN zu kennzeichnen.
Der 07. Mai 1989 war eine Zäsur im politischen Leben und im Alltag der DDR.
Die gefälschten Kommunalwahlen von `89 leiteten die friedliche Revolution ein die am Ende des selben Jahres zum Fall der Mauer führten. Eine Gesprächsrunde mit Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter, Christoph Matschie, Prof. Dr. Gerd Wechsung und Bürgerinnen Bürgern aus Jena machte dies am Vorabend des 20 jährigen "Jubiläums" der gefälschten Kommunalwahlen klar.
Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter (DA / SPD) rekapitulierte die Vorgänge die dazu führten, dass der Wahlbetrug und die Starrheit des gesamten politischen DDR-Systems offenbar wurden. Kirchliche Basisgruppen waren der Ausgangspunkt. Diese organisierten die Beobachtung der Wahlen in Jena und dokumentierten die Ergebnisse der einzelnen Wahllokale. Diese Daten wichen erheblich von dem offiziell verkündeten 98,85 % Ergebnis der SED ab und dokumentierten so den flächendeckenden Wahlbetrug der DDR-Oberen.
Prof. Gerd Wechsung (ehm. DA) und Christoph Matschie (SDP / SPD) warfen einen Blick zurück, wie es denn dazu kommen konnte, dass sich Widerstand organisierte und persönliche Mitschuld am System überwunden wurden. Mitschuld insofern, nicht früher aufbegehrt zuhaben und sich oftmals dem Druck, den das System erzeugt hat, gebeugt zu haben.
Viele Bürgerinnen und Bürger berichteten anschaulich, wie aus ihrer Sicht die Wahlen an diesem Tag verliefen und welche persönlichen Konsequenzen dieser offensichtlich Wahlbetrug für sie bedeuteten.
Das System der DDR schwankte und war ein halbes Jahr später Geschichte.
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