Ministerin Heike Taubert diskutierte zum Sozialstaat

Veröffentlicht am 29.08.2011 in Soziales

Foto: Georg Schäfer, Klaus Mehle, Heike Taubert, Dr. Andreas Räuber, Dorothea Marx

Im Rahmen der Mitgliederwerbeaktion der Kyffhäuser-SPD diskutierte die Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit Heike Taubert gemeinsam mit der SPD-Landtagsabgeordneten Dorothea Marx und dem 1. Kreisbeigeordneten und Sozialdezernenten des Kyffhäuserkreises Georg Schäfer zum Thema „Der Sozialstaat im Licht der demographischen Entwicklung“. Zu dieser Diskussions- und Informationsveranstaltung, welche von Klaus Mehle vom Ortsverein „An der Schmücke“ moderiert wurde, kamen ca. 45 interessierte Bürgerinnen und Bürger am Donnerstag, dem 25.08.2011, in den Gemeindesaal nach Oldisleben.

In ihren Ausführungen zum Sozialstaat begann die Ministerin zunächst mit der Definition, dass unser Sozialstaat vieles abfedert, was in anderen Ländern nicht selbstverständlich ist. Dabei beruht die Finanzierung des gesamten Systems auf einem Generationenvertrag. Es ist eine alte Weisheit, dass ohne Solidarität keine Gesellschaft überleben kann. Deshalb ist wichtig, dass die Starken die Schwachen stützen und die Gesunden die Kranken. Niemand wird durch diese Solidarität bevorteilt oder benachteiligt, denn die Jungen werden einmal alt werden und die Alten waren einmal Jung. Auch Kranke werden wieder gesund und Gesunde können krank werden. So gleicht sich alles solidarisch aus. Niemand ist nur Nehmer und niemand ist nur Geber.
Als Schwerpunkte ihrer Arbeit benannte Heike Taubert den wachsenden Ärztemangel, gerade im ländlichen Raum. Hier ist im Ministerium eine Art Netzwerkagentur eingerichtet wurde, welche fertigwerdende Medizinstudenten mit Praxisärzten, welche in absehbarer Zeit in den Ruhestand gehen möchten, zusammenbringt. Auch eine Koordinationsstelle wurde installiert, um bei der Finanzierung einer niedergelassenen Praxis zu helfen. Schon jetzt können Ärzte, welche sich Niederlassen wollen mit bis zu 60.000 € gefördert werden.
Das zweite große Thema war die Pflegeversorgung. Es ist kein Geheimnis, dass die Gesellschaft immer älter wird. Deshalb ist es ein Anliegen der Ministerin das betreute Wohnen zu stärken, ebenso wie das Ehrenamt auf diesem Gebiet. Dabei lobte sie ausdrücklich die Arbeit der Freien Wohlfahrt. Ein großes Hindernis im Bereich der Pflege ist zudem die Bürokratie, welche viel Zeit in Anspruch nimmt. Hier gilt es zu prüfen, wie man mit Abbau von bürokratischen Vorschriften Freiräume für Pflegepersonal schaffen kann.
Das Fazit der Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit fiel aber positiv aus. So wird es in Zukunft, auch wegen der immer stärker eingeschränkten finanziellen Spielräume, zwar weiter gehen mit dem Sozialstaat, wenn auch etwas langsamer als bisher.

 
 

Homepage Dorothea Marx

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