Metz: Kinderarmut ist trotz positiver Entwicklung weiter aktuell

Veröffentlicht am 29.02.2012 in Soziales

„Der Fakt, dass die Zahl der Kinder, die in Thüringen in Familien mit Hartz-IV-Bezug leben, in den letzten fünf Jahren zurück gegangen ist, darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Kinderarmut nach wie vor zu hoch ist“, sagt Peter Metz, kinder- und jugendpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, mit Blick auf den heute durch den Paritätischen Wohlfahrtsverband vorgestellten Armutsbericht. Danach lebten derzeit 18,4 Prozent der Thüringer Kinder von staatlichen Unterstützungsleistungen. „Thüringen ist damit das neue Bundesland mit der niedrigsten Quote. Das zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind. Mehr aber auch nicht“, betont Metz. Wichtig sei in diesem Zusammenhang vor allem die sehr gute Kindertagesstättenpolitik, die es beiden Eltern erlaube, ganztägig zu arbeiten.

„Kinder sind dem Problem der Armut unmittelbar ausgeliefert, da sie keine Möglichkeit haben, sich daraus zu befreien“, erklärt der Abgeordnete. Deshalb sei es wichtig, allen Kindern die gleichen Bildungschancen zuteil werden zu lassen, um ihnen später gute Chancen im Berufsleben zu eröffnen.

„Um allen Kindern gleiche Chancen zu bieten, werden wir die Schulsozialarbeit ausbauen. Die Mittel, die vom Bund vorgesehen sind, müssen auch dafür eingesetzt werden“, so Metz weiter.
Schulsozialarbeit erreiche alle Schüler vor Ort. Probleme könnten frühzeitig erkannt und an deren Lösung gearbeitet werden. Angebote, die allen zugute kämen, würden auch eine Stigmatisierung einzelner verhindern.

Es sei zu einseitig, bei den Erhebungen nur den Hartz-IV-Bezug der Eltern als Indikator für Kinderarmut zu nutzen. „Es gibt in Thüringen viele Menschen, deren Einkommen nur knapp über der Grenze liegt, ab der sie staatliche Leistungen erhalten würden“, so der jugendpolitische Sprecher. Kinder in diesen Familien seien zwar nicht statistisch, wohl aber real von Armut betroffen. „Wir brauchen daher auch höhere Löhne in Thüringen“, so Metz. Ein flächendeckender Mindestlohn wäre ein erster Schritt hin zu einer besseren Entlohnung der Eltern, wovon natürlich auch die Kinder profitieren würden. Zudem fordert der SPD-Politiker eine baldige Reform der Hartz-IV-Regelsätze. Diese reichten oftmals nur für das Allernötigste zum Leben.

„Unser Ziel ist es, allen Kindern und Jugendlichen in Thüringen eine gute Bildung, ein kostenfreies Studium oder einen Ausbildungs- und späteren Arbeitsplatz zu ermöglichen. Dadurch können wir die heutigen Auswirkungen der Armut abmildern und spätere Armut vermeiden“, schließt Metz.

 
 

Homepage Peter Metz, MdL - SPD

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