Die Tragödie um ein kleines Mädchen, das im eigenen Elternhaus offenbar
über Monate gequält und sexuell misshandelt wurde, macht
SPD-Bildungspolitiker Hans-Jürgen Döring zum Thema im Bildungsausschuss.
Döring, der sich schockiert zeigt, sagt: „Wenn sich die Vorwürfe
bestätigen sollten, dann ist das ein weiteres Beispiel dafür, wie
Kinder zum Opfer von langwierigem Verwaltungshandeln werden können.“
„Es gibt eine Reihe von offenen Fragen, die dringend geklärt werden
müssen“, sagt Döring mit Verweis auf einen heute veröffentlichten
Artikel in einer Thüringer Tageszeitung. Döring beschäftigt nach eigenen
Angaben ganz besonders, dass es eindeutige Hinweise auf die dramatische
Situation des Mädchens gegeben habe – die Behörden aber dennoch lange
nichts unternommen hätten, um das Mädchen schnell aus seiner Lage zu
befreien.
Döring: „An Zivilcourage hat es hier nicht gemangelt“, sagt der
Bildungspolitiker und verweist auf das engagierte und uneigennützige
Handeln einer Grundschuldirektorin und eines Mitarbeiters des
staatlichen Schulamtes. Beide seien mittlerweile nicht mehr an ihren
ursprünglichen Arbeitsplätzen tätig.
„Hintergründe des Dramas und Verantwortlichkeiten müssen schnell
geklärt werden“, sagt Döring. Er hofft nun auf Aufklärung der
Vorwürfe im Bildungsausschuss. Dazu solle der zuständige
Staatssekretär, Eberhardt, persönlich an der Sitzung des Ausschusses
teilnehmen und Auskunft erteilen.
Döring kündigt zudem an, dass die Thematik auch im Justizausschuss
behandelt werden soll.