Mit Blick auf die steigenden Schülerzahlen in Thüringen durch die hohe Zahl an Flüchtlingskindern begrüßt die SPD-Bildungspolitikerin Marion Rosin die heute veröffentlichte Nachricht, wonach die evangelischen Schulen in Thüringen bereit seien, mehr Flüchtlingskinder als bisher in ihren Schulen zu unterrichten: „Die Integration und Förderung einer zunehmenden Zahl von Flüchtlingskindern und insbesondere deren schulische Bildung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, der wir uns stellen müssen. Das gesamte Thüringer Schulwesen steht hier vor großen Herausforderungen. Die Umsetzung bestmöglicher Lösungen für die betroffenen Kinder stellt sich für uns als eine gemeinsame Aufgabe von staatlichen und freien Schulen dar. Dabei sehen wir letztere als Partner der staatlichen Träger.“
Die Regierungskoalition trage dafür Sorge, dass an den staatlichen Schulen der pädagogische Bedarf im Bereich „Deutsch als Zweitsprache“ langfristig gedeckt und die Integration von Flüchtlingskindern aus den verschiedensten Herkunftsländern ein Schwerpunkt in der Lehrerbildung werde. Aber auch die freien Schulen müssten sich noch stärker der Thematik stellen, so die SPD-Abgeordnete. Mit Blick auf den nahenden Winter und eventuellen Schwierigkeiten bei der kurzfristigen Unterbringung von Flüchtlingen seien auch Schulen in freier Trägerschaft gefordert, den kommunalen Schulträgern ihre Turnhallen zur Verfügung zu stellen bis eine angemessene Alternative gefunden werde. Bisher würden in Thüringen neun Turnhallen staatlicher Schulen vorübergehend zu Unterbringung von Flüchtlingen genutzt.
„Wir müssen mit den freien Schulträgern in den nächsten Wochen Gespräche führen, wie staatliche und freie Schulen gemeinsam die neuen Herausforderungen bewältigen können. Im Gegenzug können sich die freien Schulen mit dem kürzlich verabschiedeten Gesetz zur Finanzierung der Schulen in freier Trägerschaft auf eine angemessene Landesförderung verlassen“, erklärt Marion Rosin.