Lemb will Thüringen trotz Krise fit für die Zukunft machen: Forderung nach Lohnzurückhaltung falsches Signal

Veröffentlicht am 06.01.2010 in Arbeit & Wirtschaft

Mit Blick auf die Arbeitsmarktdaten des Jahres 2009 und die positive
Wirkung der Kurzarbeit bei der Minderung der Folgen der gegenwärtigen
Wirtschaftskrise sieht SPD-Wirtschaftspolitiker Wolfgang Lemb dennoch
keinen Grund zur Entwarnung.

„Wir müssen das Jahr 2010 nutzen, für Thüringen trotz Krise wirtschaftliche Vorteile zu erarbeiten“, so der Wirtschaftsexperte der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag. Sorgen bereitet Lemb vor allem der drohende Mangel an Fachkräften. „Neben den Löhnen müssen sich auch die Arbeits- und Lebensbedingungen verbessern, damit Thüringen im Wettbewerb um die besten Köpfe bestehen kann“, fordert der Politiker. Ein wichtiges Signal der Landesregierung sei deshalb die im Koalitionsvertrag von CDU und SPD vereinbarte „Konzertierte Aktion Wachstum, Beschäftigung, Innovationen für Thüringen“, in der Wirtschafts- und Gewerkschaftsverbände gemeinsam tätig werden sollen. „Allerdings müssen die Sozialpartner ihre Verantwortung wahrnehmen und Maßnahmen für eine höhere Tarifbindung in der Thüringer Unternehmen vereinbaren“, sagt der Abgeordnete.

Forderungen aus einigen Wirtschaftsverbänden nach Lohnzurückhaltung in
den anstehenden Tarifrunden kritisiert Lemb. Das Überleben vieler
Betriebe im Jahr 2010 hänge nach wie vor in vielen Branchen von der
Entwicklung der Binnenkonjunktur ab. Insofern sei es richtig, wenn die
Gewerkschaften im Tarifjahr 2010 neben tarifpolitischen Regelungen zur
Beschäftigungssicherung auch Lohnerhöhungen forderten.

Bestätigt sieht sich Lemb in seiner früh formulierten Forderung nach
einer Verlängerung des Kurzarbeitergeldes. „Die Arbeitsmarktdaten 2009
machen deutlich, dass ohne Kurzarbeit ein starker Jobabbau in vielen
Branchen Realität geworden wäre“, so der Abgeordnete.

 
 

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