Wolfgang Lemb Anlässlich der neuen Broschüre des Thüringer Wirtschaftsministeriums fordert der SPD-Abgeordnete die Thüringer Betriebe auf, junge Menschen so zu akzeptieren wie sie sind. "Junge Thüringer sind völlig anders aufgewachsen als die heutigen Firmenchefs, die mit viel Disziplin zur Wendezeit Betriebe erhielten oder aufbauten und sich heute in großen Schritten auf die Rente zubewegen.
Zusätzlich zum üblichen Generationenkonflikt kommen dann noch andere gesellschaftliche Erfahrungen Junger und Ältere." erläutert Lemb. "Bei der Suche nach geeigneten Azubis müssen neue Maßstäbe angesetzt werden. Junge Menschen verfügen vielleicht nicht immer über preußische Tugenden, dafür sind sie häufig kreativ und haben einen anderen Blick auf Herausforderungen."
Der Abgeordnete wünscht sich Betriebe, die Jugendlichen erst einmal eine Chance geben, auch wenn ein Schulabschluss fehlt oder Noten zu wünschen übrig lassen. "Jugendliche, die sich selbst schon aufgegeben haben, belohnen Arbeitgeber oft mit großer Treue, wenn man ihnen eine Perspektive aufzeigt.", so Lemb. Oft ließen sich auch gemeinsam Wege für eine weitere Qualifizierung finden.
Kreativität der Betriebe sei in Zukunft gefragt, wenn es darum geht, jungen Menschen attraktive Ausbildungsstellen anzubieten. "Weniger Jugendliche auf dem Arbeitsmarkt heißt nicht, dass diese wenigen Jugendlichen weniger Aufmerksamkeit brauchen. Im Gegenteil, sind Wirtschaft und Politik gefragt jungen Menschen intensiv zu erklären, warum es sich lohnt, in Thüringen zu bleiben.", so Lemb.
"Viele haben in ihrer Kindheit erlebt, wie schwer es ihre Eltern in Thüringen hatten und fragen sich, warum sie sich das ebenfalls antun sollten. Deshalb sind Initiativen wie die Broschüre Jugend, Arbeit, Zukunft oder Thüringen braucht Dich wichtig." Lemb plädiert für einen grundlegenden Mentalitätswandel in Thüringen. "Wir müssen um jeden einzelnen jungen Mensch kämpfen."