Julian Zado, Mitglied des Bundesvorstandes der Juso-HSGen erklärte zum Treffen der Bund-Länder-Kommission für den Hochschulpakt:
"Die Sicherstellung der Finanzierung bis 2010 reicht nicht aus. Auch über 2010 hinaus muss sichergestellt werden, dass genug Geld für die Lehre zur Verfügung steht."
?Die Juso-Hochschulgruppen begrüßen die bisherigen Ergebnisse zum neuen Hochschulpakt, der zusätzliche Mittel für den Ausbau der Studienkapazitäten zur Verfügung stellt. Insbesondere die erhöhten Mittel für die ostdeutschen Bundesländer sind sinnvoll, um dort einen Studienplatzabbau in den nächsten Jahren zu verhindern. Die Sicherstellung der Finanzierung bis 2010 reicht aber nicht aus. Auch über 2010 hinaus muss sichergestellt werden, dass genug Geld für die Lehre zur Verfügung steht.
Auch in Berlin dürfen Studienplätze auf keinen Fall abgebaut werden. Bei der Investition in Bildung darf es nicht auf den eigenen Bedarf einzelner Bundesländer ankommen. Auch in Stadtstaaten, die über ihren Bedarf hinaus ausbilden, darf es deshalb nicht zu einem Abbau von Studienkapazitäten kommen. Allerdings muss eine gerechte Lösung gefunden werden, die die überproportionale Hochschulausbildung einzelner Länder, zu denen auch Berlin gehört, angemessen berücksichtigt.
Die bisher bekannt gewordenen Summe von jeweils 565 Millionen Euro von Bund und Ländern ist zudem nicht ausreichend. Die dieser Zahl zugrunde gelegten Kosten von 5500 Euro pro Jahr und Studienplatz sind deutlich zu niedrig angesetzt und reichen nicht aus um qualitativ hochwertige Studienplätze zu erhalten. Im Gegenteil: Die Studienbedingungen an Universitäten und Fachhochschulen sind zum Teil so katastrophal, dass in die Qualität der Lehre dringend investiert werden muss. Die veranschlagten Kosten sind dafür nicht ansatzweise ausreichend und müssen erhöht werden.