März 2011 Besuch der Gemeinschaftsunterkunft in Weimar Seit mehreren Monaten informiere ich mich im Rahmen meiner Sprecherfunktion über die Unterbringung und Betreuung der Asylbewerber in den Landkreisen und kreisfreien Städten.
Dabei schaute ich mir nicht nur die Unterbringung an, sondern führte Gespräche mit den Verantwortlichen in den Verwaltungen, den Betreuern vor Ort und wenn möglich mit Asylsuchenden selbst.
Dabei konnte ich sehr verschiedene Unterbringungsformen kennenlernen. In meinen Gesprächen ging es bisher immer um die soziale Betreuung, aber auch die Umsetzung der rechtlichen Vorgaben und natürlich um den finanziellen Rahmen.
Besonders interesssierten mich folgende Themen:
- Wie ist die Integration und die Zusammenarbeit in den
Kindereinrichtungen und den Schulen?
- Wie erfolgt die Versorgung mit den Dingen des täglichen Bedarfs und
die Unterbringung der Asylsuchenden?
- Welche Angebote gibt es für die Menschen in den
Gemeinschaftsunterkünften zur Freizeitgestaltung und dem Erlernen der
deutschen Sprache?
- Wie erfolgt die soziale Betreuung für Menschen, die nicht in den
Gemeinschaftsunterkünften leben müssen?
- Wie erfolgt die Einbindung in soziale Strukturen vor Ort?
- Wie funktioniert die medizinische Betreuung?
- Wie stehen die Akteure vor Ort zur Residenzpflicht?
- Wie wird vor Ort mit der Pflicht zur Ausreise umgegangen?
- Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen den Behörden und den
Betreuern?
- Welche Schwierigkeiten zeigen sich vor Ort?
- Gibt es Netzwerke für Integration vor Ort?
In der nächsten Woche werde ich die letzten beiden Landkreise besuchen. Dann kann ich mir ein Gesamtbild über die Betreuung Asylsuchender in Thüringen machen. Für die ,mit den zuständigen Verwaltungen und Betreuern diskutierten Fragen und Hinweise, werde ich das Gespräch mit den Verantwortlichen im Ministerium und im Landesverwaltungsamt suchen.