Langer Weg zur Studentenstadt

Veröffentlicht am 03.12.2011 in Soziales

Auf der 1. Begrüßungsparty für die neuen Studenten in Gera herrschte zu später Stunde im Clubzentrum Comma Superstimmung. Die Fortsetzung ist von den Förderern und der Stadt Gera geplant.

Gera. "Als Studentenstadt tut sich Gera noch ein bisschen schwer." Darin sind sich Stephan Fischer, André Göthe und Stefan Böhnke einig. Der ehemalige Berufsakademie-Student aus Schmölln, der TU-Student aus Dresden und der Akustik-Azubi aus Gera waren die Ersten, die am Donnerstagabend im Clubzentrum Comma auftauchten. Dorthin hatten die Stadt Gera, der Studenten-Förderverein und weitere Förderer eingeladen zur 1. Begrüßungsparty für Studenten von Berufsakademie und Fachhochschule.

"Eine tolle Idee, so was gab es zu meiner Studienzeit nicht und wann ist in Gera für junge Leute in der Woche schon mal was los, das muss man nutzen", meinte Stephan Fischer. "Auch eine Gelegenheit, sich untereinander kennenzulernen", sagte Nathalie Siggelkohr auf der Party. Die junge Hamburgerin hat am Montag ihr BA-Studium als künftige Handelsexpertin angetreten und fühlt sich im "kleinen Gera" schon recht wohl. Auch ihre Kommilitonin Kerstin Baier aus Regensburg war positiv vom "gemütlichen Gera und vom Weihnachtsmarkt" angetan und freute sich, sich auf der Party auch mit höheren Semestern austauschen zu können. Landsleute Bayern und Franken hatte im kleinen Saal nebenan schon mal in großer Runde Wasserpfeifen ausgepackt, um zu chillen. "Wir haben uns schon gut eingelebt", strahlte die 18-jährige Tanja Mauser übers ganze Gesicht.

Sogar für den Student Stefan Fischer aus Greiz und seine Freundin Anika Martinetz ist Gera zur neuen Wahlheimat geworden "weil hier mehr los ist als in Greiz". Studenten der SRH Fachhochschule hatten sich am Partytag noch schnell ihre Studentenausweise abstempeln lassen, um freien Einlass am Abend zu erhalten. 500 Studenten hätten am Donnerstag im Comma theoretisch feten können. Nach so viel Zuspruch sah es anfangs nicht aus.

Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm (SPD) verschob seine für 21 Uhr geplante Begrüßung auf nach 22 Uhr und beschränkte sein Willkommen auf zwei Sätze.

Ralf Spies, Vorsitzender des Studenten-Fördervereins, überreichte der BA den Siegerpokal für das gewonnene Eisstockschießen der Studenten in der Vorwoche. Und der SPD-Landtagsabgeordnete Wolfgang Lemb hoffte für die Zukunft, dass sich die Begrüßungsparty beim nächsten Erstsemester rumsprechen wird. Zu vorgerückter Stunde füllte sich das Comma noch zusehens. Infos gab es auch zu Kultur und Sport in Gera. Wünsche ebenso: Etwa nach einem Begrüßungsgeld für Studenten mit Wohnsitz in der Stadt.

Quelle: Angelika Munteanu / 03.12.11 / OTZ

 
 

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