Den Mitgliedern des Kreistages müsse deutlich gemacht werden, welche Auswirkungen die Haushaltssperre gerade im sozialen Bereich hat. SPD-MdB Gisela Schröter und Kreisvorsitzende Cornelia Kraffzick besuchen Kontakttreff
Mit Unverständnis nahmen bei ihrem gestrigen Besuch im Kontakttreff Tauwetter die Sondershäuser SPD-Bundestagsabgeordnete Gisela Schröter und die SPD-Kreisvorsitzende des Kyffhäuserkreises Cornelia Kraffzick zur Kenntnis, dass die Einrichtung von seiten des Landkreises noch kein Geld erhalten hat. Sie warnten vor den Auswirkungen für die Einrichtung zur Betreuung Alkoholkranker, wenn der Kreis seine Mittel für sie komplett streicht. Im Haushalt des Landkreises hat der Kreistag eine Unterstützung der Einrichtung mit 10 500 Euro beschlossen. Der Kontakttreff Tauwetter arbeitet derzeit mit vier SAM-Mitarbeitern in Sondershausen und zwei in Artern. Ohne die Hilfe des Diakonieverbund Kyffhäuser als Träger, der derzeit in Vorleistung geht, wäre das Licht in dieser Einrichtung wahrscheinlich schon aus. Doch das Geld fehlt dann an anderer Stelle.
Die Zuschüsse der Städte Sondershausen und Artern (ca. 10.000 Euro) fließen zum Glück planmäßig. Doch ohne das Geld vom Kreis muß die Einrichtung geschlossen werden. Und was das bedeute, müsse allen Kreistagsmitgliedern klar gemacht werden, sagte Gisela Schröter, selbst Mitglied im Kreistag des Kyffhäuserkreises.
Der Kontakttreff sichert die Grundversorgung, eine warme Mahlzeit, die Betroffenen könnten sich und ihre Wäsche hier waschen. Ohne die Arbeit des Kontakttreffs wär der Eine oder Andere vielleicht schon obdachlos oder kriminell. In Sondershausen werden täglich etwa 20 Personen, in Artern etwa 15 im Durchschnittsalter von 40 bis 45 Jahren betreut. Leider steigt jedoch die Zahl von Jugendlichen, die die soziale Funktion der Einrichtung nutzen.