Der SPD Landtagsabgeordnete Wolfgang Lemb sieht die von Minister Carius in dieser Woche vorgestellte Konzeption für das Altenburger Land kritisch. „Ich freue mich natürlich für die Menschen im Altenburger Land, wenn dieses als strukturschwache Region gefördert wird. Dennoch wundere ich mich über die dahinter stehende Konzeption des Ministers für Ostthüringen.“
Der Geraer Abgeordnete plädiert für den Aufbau der Stadt Gera als starkes ostthüringer Oberzentrum neben Jena. „Davon profitieren auch die umliegenden Landkreise“, ist Lemb überzeugt.
Er hofft auch auf die Unterstützung der Geraer CDU in diesem Zusammenhang. Diese hatte vor kurzem bemängelt, dass die Landesregierung in den letzten Jahren zu wenig Wert auf die Städteförderung gelegt habe. In diesem Zusammenhang forderte sie eine konzertierte Aktion gemeinsam mit anderen Thüringer Städten vom Oberbürgermeister. „Die Zeiten, in denen die Landesentwicklungsplanung an Gera vorüber ging, müssen endgültig vorbei sein“, äußerte sich Lemb zu der Entwicklung der vergangenen Jahre. „Ich hoffe sehr, dass auch andere Geraer Abgeordnete von Bundes- und Landesebene das ähnlich sehen und diese Problematik kommunzieren.“, so Lemb.
Es gehe dabei nicht darum, andere zu schwächen oder eine Neiddebatte zu entfachen. Man müsse aber die strategische Planung im Blick haben, um Ostthüringen effektiv wirtschaftlich zu stärken meint der Abgeordnete, der auch wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD Landtagsfraktion ist. Ebenso wie die SPD Stadtratsfraktion sieht Lemb es als notwendig an, Gera gerade angesichts der angespannten kommunalen Haushaltslage mehr Rückhalt auf Landesebene zu verschaffen. „Viele Projekte sind nur mit der Unterstützung des Landes zu realisieren. Der Besuch des Wirtschaftsministers Machnig am 23. März war ein erstes Signal dafür, dass für die neue Landesregierung Thüringen nicht am Hermsdorfer Kreuz endet.“