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Gemeinsamer Brief von SPD- Fraktion und Kreisvorstand an den Thüringer Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und digitale Gesellschaft
Gera, den 18.12.2014
Sehr geehrter Herr Minister Tiefensee,
die Otto- Dix- Stadt Gera hat viel zu bieten, mit dem Thüringen sein Wirtschafts- wachstum in den nächsten Jahren weiter ausbauen kann. Als ehemalige Landeshauptstadt des Fürstentums Reuß verfügt Gera über einen großen kulturellen Reichtum. Dazu zählen das Geburtshaus und künstlerische Erbe des weltbekannten Malers Otto Dix, die Orangerie, die Schlossruine Osterstein, das einmalige Fünf- Sparten- Theater, das Haus Schulenburg mit einer weltweit bedeutenden Sammlung von Buchgestaltungen von Henry van de Velde und über 100 Villen. Im nahe gelegenen Bad Köstritz finden Besucher das Heinrich- Schütz- Haus und die Köstritzer Schwarzbierbrauerei.
Mit der Bundesgartenschau 2007 in Gera und Ronneburg und dem Stadtbahnprogramm wurde die Stadt nachhaltig zu ihrem Vorteil umgestaltet. Der Hofwiesenpark ist ein Magnet für zahlreiche junge Familien. Der thüringenweit größte Stadtwald, das Schwimmbad mit einer von zwei 50- Meter- Bahnen in Thüringen und die überregionalen Sportevents tragen zur Attraktivität der Stadt bei. Sportler wie Olaf Ludwig und Robert Förstemann belegen die Tradition des Radsports in Gera.
Die Musik hat wie die Kunst und der Sport in Gera tiefe Wurzeln. Der Chor des Geraer Goethe Gymnasiums tritt bald in New York auf. Das Festival „360 Grad Heimat“ der Volkssolidarität lockt Bands und Künstler wie Selig und Jan Josef Liefers in die Stadt. Die Geraer Songtage sorgen im Frühjahr für einige Wochen voller Musik. Neuer musikalischer Höhepunkt im Sommer ist die Fete de la Musique.
Für eine Stadt dieser Größe fehlt allerdings eine ausreichende Zahl und Größe industrieller Betriebe. Erfolgreiche Unternehmen wie Electronicon, Kaeser Kompressoren, Präzisionsoptik Gera oder Getzner Textil allein können nicht die Basis bilden. Auf Grund der Finanzsituation der Stadt ist Gera leider – im Gegensatz beispielsweise zu Jena – nicht in der Lage, ausreichend Eigenmittel zur Nutzung von Förderprogrammen aufzubringen. Das, obwohl Gera dringend auf Fördermittel angewiesen ist.
Deshalb benötigen wir an den richtigen Stellen Unterstützung, um ein nachhaltiges Wachstum aus der Stadt selbst heraus generieren zu können.
Dafür wäre ein gemeinsamer Plan von Stadt und Land für Gera hilfreich mit folgenden Schwerpunkten:
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns bei der Weiterentwicklung der Stadt Gera unterstützen könnten. Wir stehen jederzeit gern zum Gespräch zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Monika Hofmann Melanie Siebelist
Fraktionsvorsitzende Kreisvorsitzende
Homepage SPD Gera
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