In seiner Sitzung am 19.04.06 hat der StuRa der FSU beschlossen, die studentischen Vertreter im Verwaltungsrat des Studentenwerkes sollen in der Verhandlung mit der Deutschen Bahn einer Preiserhöhung um 4,30 Euro zustimmen.
Die Juso ? HSG hat sich vehement dagegen geäußert.
Hintergrund ist der anmaßende Wusch der DB den Preis für das Bahnticket um 100% auf 34,00 Euro ab dem kommenden WS zu erhöhen. Auf diese Zumutung ist das Studentenwerk löblicherweise nicht eingegangen. Stattdessen konnte das Studentenwerk eine Offerte der deutschen Bahn erwirken, den Preis für das Bahnticket schrittweise über vier Semester auf die geplante Preisverdopplung zu erhöhen.
Die Juso ? HSG erkennt die Erhaltungswürdigkeit des Solidarmodells zur Finanzierung des Bahntickets. Aber eine Preiserhöhung um 100% ist keineswegs zu tolerieren. Studierende in Jena können schon bald durch die Preiserhöhung für das Nahverkehrsticket, die Verwaltungspauschale, die durch das neue ThürHG zu erwarten ist, sofern diese nicht abzuwenden ist, mit einem überhöhten Semesterbeitrag konfrontiert werden. Einen solcher Trend muss abgewendet werden, da ein überhöhter Semesterbeitrag studieren noch stärker vom Geldbeutel abhängig macht und den Studierenden zudem nicht der geringste zusätzliche Nutzen zuteil wird. Eine Verdopplung des Preises für das Bahnticket, der zudem in keinem Verhältnis steht, verschlimmert den sozialen Selektionsdruck durch den Semesterbeitrag zusätzlich.
Auch die vom StuRa gebilligte Preiserhöhung um 4,30 Euro ist unsinnig. Man fördert damit nur das Verhalten der DB für eine Preiserhöhung keine zusätzliche Leistung anzubieten und ermutigt sie nur ihren Plan von der Verdopplung des Preises umzusetzen.